Cromatech zielt auf die Schiene

Die Gossauer Cromatech AG begann vor drei Jahren, die SBB mit Serviceanlagen zu beliefern. Seither hat sich der Schienenverkehr neben dem Kerngeschäft als wichtiger Pfeiler etabliert.

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Patrick Weyermann mit einer Lieferung für die SBB. (Bild: Ralph Ribi)

Patrick Weyermann mit einer Lieferung für die SBB. (Bild: Ralph Ribi)

GOSSAU. Wenn es um Ventile, Rohrleitungen, Dosier- oder Filtersysteme geht, kann der Gossauer Anlage- und Apparatebauer Cromatech auf lange Erfahrung zurückblicken. Schon bei der Planung der Anlagen unterstützt das Unternehmen seine Kunden. Die stammen oft aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie oder aus dem Chemie- und Pharmabereich.

Stolz auf Mitarbeitende

So sieht es Geschäftsleitungsmitglied Patrick Weyermann als Bestätigung, dass Bühler Uzwil das Unternehmen letztes Jahr mit seinem Preis «Supplier Performance 2013» ausgezeichnet hat. Cromatech beliefert Bühler schon seit Jahrzehnten im Anlage- und Apparatebau. Er sei insbesondere stolz auf seine «Mitarbeitenden, die mit ihrer zuverlässigen Arbeit zu dieser Auszeichnung beigetragen haben», sagt Weyermann.

Die Verfahrenstechnik, die bei der Pharma- und Lebensmittelindustrie gut ankommt, kann man auch woanders einsetzen. So versorgen Anlagen der Cromatech die Sandbehälter von Lokomotiven. Sand wird auf die Schienen gestreut, um beim Bremsen oder Beschleunigen die Haftung der Lok zu verbessern. Damit begann vor drei Jahren die Zusammenarbeit der Cromatech mit der Bahn. Unterdessen sind weitere Anlagen hinzugekommen. So freut sich Patrick Weyermann auch darüber, dass der Mitarbeiter-Preis «Prix SBB» dieses Jahr an ein Team vergeben wurde, das eine Anlage der Cromatech benutzt. Diese saugt das Hydrauliköl aus Neigeaggregaten ab, reinigt es und damit lässt es sich wiederverwenden.

Neben dem Kerngeschäft sind die Bahnen unterdessen zu einem wichtigen Markt für die Cromatech geworden, den die Gossauer weiter ausbauen wollen. «Der öffentliche Schienenverkehr nimmt in den nächsten Jahren grosse Investitionen ins Rollmaterial vor», sagt Patrick Weyermann. Das erfordere neue Service- und Unterhaltsanlagen für die Lokomotiven und Triebzüge. Die Cromatech wolle die Bahnen hier von der Planung bis zum Unterhalt ihrer Anlagen unterstützen, sagt Weyermann.

So baut die Cromatech für die Rhätische Bahn ein Gerät zum Absaugen von Öl und Fett. Damit spare die RhB viel Zeit, sagt Patrick Weyermann. «Früher hatten sie für diese Arbeit über zwei Stunden», sagt er. Mit dem neuen Verfahren dauere es noch eine Viertelstunde.

Treffen für Fachwelt

Im April lud die Cromatech Entscheidungsträger verschiedener Bahnen nach Gossau zum ersten «Schienen und Transport Portal», um diese über neue Produkte zu informieren. Es sei ein «konstruktiver Tag geworden», sagt Patrick Weyermann. (ken)

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