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«Wir sind erzürnt und betroffen» - so lief die Medienkonferenz der Credit Suisse

Im Beschattungs-Skandal um den ehemaligen CS- und neu UBS-Banker Iqbal Khan äusserte sich heute Vormittag erstmals der Verwaltungsrat der Credit Suisse. Präsident Urs Rohner wurde deutlich.
Fabian Hock
CS-Präsident Urs Rohner an der mit Spannung erwarteten Medienkonferenz in Zürich. (Bild: Keystone)

CS-Präsident Urs Rohner an der mit Spannung erwarteten Medienkonferenz in Zürich. (Bild: Keystone)

Nach langem Schweigen hat nun also der Verwaltungsrat der Grossbank Credit Suisse Stellung zum Beschattungs-Skandal genommen. An einer Medienkonferenz in Zürich sagte CS-Präsident Urs Rohner, die Überwachung des zur UBS wechselnden Bankers Iqbal Khan „war absolut inakzeptabel“. Über das Vorgehen sei man im CS-Verwaltungsrat „erzürnt und betroffen“ gewesen, so Rohner. Für die Zukunft könne man ein derartiges Vorgehen ausschliessen. „Wir werden solche Überwachungsmassnahmen nicht tolerieren.“ Das Ganze sei ein Einzelfall gewesen und stünde im Widerspruch zur Firmenkultur der CS.

Keine Beweise für Beteiligung Thiams

Rohner und der Vorsitzende der Prüfungskommission, John Tiner, stellten klar, dass seitens der CS nur zwei Personen beteiligt gewesen seien: Sicherheitschef Remo Boccali sowie COO (Chief Operating Officer) Pierre-Olivier Bouée. Von beiden trennt sich die Bank per sofort. Konzernchef Tidjane Thiam sei nicht involviert gewesen. Man habe keinerlei Beweise dafür gefunden, dass der CEO von der Beschattung Khans wusste, sagte Tiner. Die Untersuchung, geleitet von der Anwaltskanzlei Homburger, habe das klar ergeben. Der Verwaltungsrat, ergänzte Rohner, stehe hinter Thiam.

Rohner entschuldigt sich

VR-Präsident Rohner machte deutlich, dass die Reputation der Credit Suisse gelitten habe. Er entschuldigte sich sowohl bei den CS-Kunden, als auch bei Iqbal Khan und dessen Familie für die „unverhältnismässige Massnahme“. Die Überwachung, so Rohner, sei falsch gewesen.

„Mit Trauer und Betroffenheit“ habe Rohner den Tod eines externen Sicherheitsberaters zur Kenntnis nehmen müssen. Der Mittelsmann, der zwischen der Sicherheitsabteilung der CS und dem Detektivbüro vermittelt haben soll, hat sich laut Medienberichten in der vergangenen Woche das Leben genommen.

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