Coronavirus führt zu Verzögerungen

Bühler legt für 2019 ein stabiles Ergebnis vor - trotz Umsatzverlusten im Geschäft mit der Autoindustrie.

Kaspar Enz
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Bühler beschäftigt in China rund 3000 Mitarbeiter. (Bild: PD)

Bühler beschäftigt in China rund 3000 Mitarbeiter. (Bild: PD)

Ergebnis  Einfach sei das Jahr 2019 auch für Bühler nicht gewesen, sagte CEO Stefan Scheiber. Trotzdem präsentierte er ein solides Ergebnis. Dass der Umsatz mit 3,25 Milliarden Franken leicht unter dem Vorjahr abschloss, sei vor allem Währungseffekten zu verdanken, sagte Finanzchef Mark Macus. Die Bestellungen gingen um 4,8 Prozent zurück, während der Nettogewinn um 7,2 Prozent auf 202 Millionen stieg.

Zwei von drei Divisionen verzeichneten ein Wachstum. In der Division Grains & Food legte der Umsatz um 0,9 Prozent auf 1,79 Milliarden Franken zu. Die Abteilung Consumer Foods setzte mit 773,6 Millionen 2,5 Prozent mehr um als im Vorjahr.

Einen Umsatzrückgang gab es hingegen in der Division Advanced Materials. Während die Abteilung lange ein Wachstumstreiber war, gingen die Bestellungen hier um ein knappes Drittel zurück. Vor allem die Automobilindustrie hielt sich mit Investitionen zurück, sagte Samuel Schär, Chef der Division. Auch bei Tinten und Verpackungen sowie der Elektronik seien Bremsspuren spürbar, ausgelöst durch Handelskonflikte, nicht nur zwischen China und den USA, sonder auch zwischen asiatischen Ländern. Schär hofft aber in den meisten Bereichen auf eine Erholung, gerade der Aufstieg der Elektromobilität biete auch Chancen.

Mehr Investitionen in Forschung

Einmal mehr gesteigert wurden 2019 die Investitionen in Forschung und Entwicklung. Gab Bühler 2018 hier noch 145 Millionen Franken aus, waren es letztes Jahr 149 Millionen.

Auch 2020 werde kein einfaches Jahr, sagte Stefan Scheiber. So sei der Bestellungseingang bis jetzt noch etwas harzig. Vor allem aber habe der Ausbruch des Coronavirus in China Auswirkungen auf das Geschäft. «Für uns ist das eine Herausforderung», sagte Scheiber. Bühler beschäftigt in China rund 3000 Mitarbeiter. Man sei dabei, die Produktion dort wieder aufzunehmen. Trotzdem dürften die Produktionsstopps zu Verzögerungen führen, die noch bis im Sommer spürbar seien. In der zweiten Jahreshälfte sollte dies aber aufgeholt werden können, so Scheiber.