Baugerätehersteller Hilti führt Kurzarbeit ein

360 Mitarbeitende in Schaan und 500 im Vorarlberger Werk Thüringen sind beim Liechtensteiner Hilti-Konzern neu von Kurzarbeit betroffen. Grund sei die sinkende Nachfrage in einigen Märkten.

Thomas Griesser Kym
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Die Nachfrage nach Hilti-Produkten ist in einigen Märkten wegen Corona gesunken.

Die Nachfrage nach Hilti-Produkten ist in einigen Märkten wegen Corona gesunken.

Bild: Martin Rütschi/Keystone

Mit gut 30'000 Mitarbeitenden ist Hilti der mit Abstand grösste private Arbeitgeber in der Grossregion Ostschweiz samt dem Fürstentum Liechtenstein. Der Konzern ist bekannt für seine Bohrmaschinen in den roten Koffern, stellt aber auch eine Vielzahl anderer Produkte der Befestigungstechnik her, die auf der ganzen Welt auf Baustellen und auch von Heimwerkern gebraucht werden. 

Nun zeichnet sich die Coronakrise zunehmend in den Auftragsbüchern Hiltis ab. Eine sinkende Nachfrage in einigen Märkten veranlasst das Unternehmen, die Kapazitäten im Werk Schaan am Hauptsitz, im Vorarlberger Werk Thüringen und im Liechtensteiner Logistikzentrum in Nendeln zu verringern.  

Nur noch zur Hälfte ausgelastet

Für Schaan und Nendeln wird momentan Kurzarbeit vorbereitet, wie Hilti schreibt. In Schaan werden rund 360 Mitarbeitende betroffen sein, sagt auf Anfrage Hilti-Sprecher Matthias Hassler. Der Antrag werde in den nächsten Tagen bei den Behörden eingereicht, diese seien vorinformiert. Der Umfang der Kurzarbeit sei noch in Planung.

Gewissheit herrscht am Standort Vorarlberg. Im Werk Thüringen gehen die 500 Beschäftigten am Mittwoch, den 1. April, in Kurzarbeit. Die Arbeitszeit wird entsprechend der Nachfrage in den einzelnen Produktionslinien reduziert. Gegenwärtig liege die Arbeitskapazität bei 50 Prozent.

Viele Beschäftigte arbeiten im Homeoffice

Im Weiteren hat Hilti in Abstimmung mit der Arbeitnehmervertretung für die Konzernzentrale inklusive dem Werk in Schaan Betriebsferien vom 14. bis 17. April beschlossen. Das solle den Mitarbeitenden einige Tage Erholung verschaffen. Davon ausgenommen seien Teile des Logistikzentrums in Nendeln sowie der IT. Mittlerweile arbeite die Mehrheit der Beschäftigten am Hauptsitz im Homeoffice.

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