Corona-Kampagne
«Have a break, wear a mask!»: Nestlé wirbt in Indien mit Kitkat und Co. für Covid-Massnahmen – und in der Schweiz?

Im grössten Land Südasiens, das besonders stark unter der Corona-Pandemie leidet, setzt sich der Schweizer Nahrungsmittelkonzern mit einer speziellen Kampagne für Gesundheitsmassnahmen ein.

Benjamin Weinmann
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Es ist einer jener Werbeslogans, der sich in den Köpfen der Konsumentinnen und Konsumenten festgesetzt hat: «Have a break, have a Kitkat!» Doch aktuell müsste der Spruch der Schokoladenmarke in Indien viel eher heissen «have a break, wear a mask!» - Mach mal Pause, trage eine Maske! Denn die Kitkat-Produzentin Nestlé wirbt dort derzeit mit einer neuen Kampagne für das Tragen der Hygienemaske.

Um die Bevölkerung für diese wichtige Massnahme zu sensibilisieren, überdeckt Nestlé auf seinen Produkte-Verpackungen das eigene Markenlogo, und somit den wichtigsten Wiedererkennungswert eines Artikels. Sowohl Kitkat als auch Maggi oder Nescafé - ihr Schriftzug wird aktuell von einer blauen Einwegmaske umhüllt.

Die tragische Covid-Bilanz Indiens

Die Kampagne läuft unter dem Motto: «Wear a mask. Be a face of hope.» - Trage eine Maske, sei ein Gesicht der Hoffnung. Damit wolle man dazu beitragen, dass sich das Virus im Land weniger stark verbreite, wie ein Nestlé-Sprecher auf dem Online-Portal Linkedin schreibt.

Nestlé hat mehrere Markenprodukte mit dem Masken-Bild ergänzt.

Nestlé hat mehrere Markenprodukte mit dem Masken-Bild ergänzt.

Nestlé / Linkedin

In Indien sind Millionen von Menschen erkrankt und fast eine halbe Million an den Folgen der Covid-Erkrankung gestorben und die Regierung von Premierminister Narendra Modi wird aufgrund der mangelnden Reaktion stark kritisiert.

Impfempfehlungen auf Thomy-Senf-Tuben?

Und in der Schweiz? Werden nun schon bald auch Thomy-Mayonnaise-Tuben, Maggi-Gewürzflaschen und Cailler-Schokoladen auf der Verpackung für das Maskentragen oder sogar für Covid-Impfungen aufrufen? Nestlé-Schweiz-Sprecherin Inge Gratzer verneint. Die Firma hege hierzulande keine vergleichbaren Pläne.

Eine Begründung für diesen Entscheid nennt sie nicht. Auch antwortet sie nicht auf die Frage, ob eine solche Kampagnenidee je mit dem Bundesamt für Gesundheit besprochen wurde.

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