Coop untersucht ein Produkt

Ein Teil in der langen Herstell- und Lieferkette für das in Europa betroffene Fleisch ist die französische Comigel. Sie sieht sich als Opfer ihres Unterlieferanten, steht nun aber selber unter Beobachtung.

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Ein Teil in der langen Herstell- und Lieferkette für das in Europa betroffene Fleisch ist die französische Comigel. Sie sieht sich als Opfer ihres Unterlieferanten, steht nun aber selber unter Beobachtung. Comigel ist unter anderem Lieferant für ein Eigenmarken-Produkt des Schweizer Detailhändlers Coop. Alle weiteren Lasagne-Produkte von Coop – einschliesslich der Findus-Markenartikel – sind aber nicht betroffen, wie Coop-Sprecher Urs Meier auf Anfrage festhält. «Derzeit laufen die Abklärungen, ob und inwieweit die von Comigel an Coop gelieferte Ware falsch deklarierte Fleischsorten enthielt. Das betreffende Produkt wurde jedoch vorsichtshalber sofort aus dem Sortiment genommen», betont er. Damit wolle man das Risiko minimieren, dass Kundinnen und Kunden falsch deklarierte Ware kauften.

Interne Kontrollen im Sortiment gibt es jedoch auch so. Laut Meier wird «stichprobenartig und risikobasiert» die Zusammensetzung von Produkten nach verschiedensten Gesichtspunkten untersucht. Dazu gehören neben sensorischen und visuellen Kontrollen auch Nährwert-Analysen sowie chemische Untersuchungen auf Fremd- und Inhaltsstoffe.

Die Migros wiederum bezieht Lasagne vom eigenen Industriebetrieb Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina). Die meisten enthalten Schweizer Rindfleisch, das über einen Schweizer Handelspartner bezogen wird, wie Bina-Sprecherin Helen Treier betont. Die M-Budget-Lasagne enthalte als einzige der fleischhaltigen Varianten Rindfleisch aus dem EU-Raum, auch dieses werde über den Schweizer Handelspartner bezogen. Allgemein gilt: «Jedes Rohmaterial wird bei Anlieferung gemäss spezifizierten Werten von Fachleuten kontrolliert.» (T. F.)