Coop liefert weitere Details

Der Schweizer Detailhändler Coop rechnet im Verlauf des heutigen Mittwochs mit Resultaten zum Lasagne-Produkt, das er Anfang Woche aus dem Handel genommen hat (vgl. Ausgabe von gestern). Die Ergebnisse würden dann umgehend kommuniziert, sagte Coop-Sprecher Urs Meier auf Anfrage.

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Der Schweizer Detailhändler Coop rechnet im Verlauf des heutigen Mittwochs mit Resultaten zum Lasagne-Produkt, das er Anfang Woche aus dem Handel genommen hat (vgl. Ausgabe von gestern). Die Ergebnisse würden dann umgehend kommuniziert, sagte Coop-Sprecher Urs Meier auf Anfrage. Konkret betroffen ist die Tiefkühl-Lasagne verdi alla bolognese mit dem Label Coop Qualité & Prix. Sie wird auf ihre Zusammensetzung hin durchleuchtet.

Lieferant des Produkts ist die französische Comigel. Sie steht als eine der Firmen im aktuellen Deklarationsskandal am Pranger, sieht sich selber aber als Opfer ihres Unterlieferanten. Ob die von Comigel an Coop gelieferte Ware tatsächlich falsch deklarierte Fleischsorten enthielt, ist Teil der aktuellen Untersuchung. Alle weiteren Lasagne-Produkte von Coop sind nicht betroffen.

In Europa verfügt die EU mit dem «Rapid Alert System of Food and Feed» (RASFF) über ein europaweites Schnellwarnsystem für auffällige Lebensmittel und behördliche Lebensmittel-Rückrufe. Nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) war zumindest bis gestern keine solche Meldung an die Schweiz ergangen.

Frankreich will laut Agenturangaben bereits in den nächsten Tagen eruiert haben, welche französischen Firmen allenfalls Fehler begangen haben. EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg trifft sich heute in Brüssel mit anderen Politikern, um über die Folgen der Affäre zu sprechen. Vor der Presse verteidigte sein Sprecher die Kennzeichnungsregeln für Lebensmittel. Wenn Lebensmittel falsch deklariert würden, sei dies eher ein Fall von Betrug als von lückenhaften Regeln. (T. F./sda)