Coop erstarkt dank vieler Projekte

Coop blickt auf ein gutes Jahr 2013 zurück. Vor allem das Geschäft mit der Nachhaltigkeit lief erfreulich. Auch viele weitere Einzelprojekte entwickelten sich positiv. Trotzdem: So richtig vom Fleck kommt der grösste Schweizer Detailhändler derzeit nicht.

Bernard Marks
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MUTTENZ. Die Idee, krumme Gurken, verhagelte Aprikosen aus dem Wallis oder herzförmige Kartoffeln zu verkaufen, statt sie wegzuwerfen, kam bei den Schweizerinnen und Schweizern im Jahr 2013 richtig gut an. Im letzten Jahr kauften sie sage und schreibe 265 000 Tonnen des nicht einwandfreien Obstes oder Gemüses – und sorgten damit für eine von zahlreichen kleinen Erfolgsgeschichten für Coop.

«Ein spannendes Jahr liegt hinter uns», sagte Coop-Chef Joos Sutter gestern an der Bilanzmedienkonferenz. Die Lage für den Schweizer Detailhandel habe sich entspannt. Coop konnte im Jahr 2013 erneut zulegen. Allein die Bio-Sparte wuchs um 14% auf über 1 Mrd. Fr. Umsatz. Die gesamten Nettoerlöse des grössten Schweizer Detailhändlers legten um 1% auf gut 26,9 Mrd. Fr. zu (siehe Tabelle). Neu rapportiert der Basler Konzern die Nettoerlöse ohne Mehrwertsteuer. Auf diese Weise werden die Zahlen mit denjenigen anderer Schweizer Mitbewerber vergleichbar.

Gegenüber der Migros, der grössten heimischen Konkurrenz, hat Coop demnach punkto Umsatz noch immer die Nase leicht vorne. Migros hatte einen Umsatz von 26,7 Mrd. Fr. bekanntgegeben.

Preisdruck bleibt präsent

Viele kleine Detailprojekte verhalfen den Baslern letztlich zu dem denkbar knappen Erfolg. So richtig vom Fleck bewegt sich der Umsatz jedoch nicht. Während die Geschäfte im Ausland schwierig verliefen – Transgourmet konnte seinen Umsatz mit 8,2 Mrd. Fr. halten, die Bell-Gruppe legte im Ausland zu –, purzelten im Inland die Preise. Sutter sprach in diesem Zusammenhang sogar von einer «gewaltigen Deflation». «Wir sind zum Grossteil selber für die sinkenden Preise verantwortlich», sagte er. Doch der Druck des Einkaufstourismus, der auch im Jahr 2013 stark blieb, zwang den Detailhandel, die Preise weiter zu senken. Für rund 10 Mrd. Fr. kauften Herr und Frau Schweizer 2013 im Ausland ein. Darauf reagierte Coop mit Preisabschlägen. Coop konnte diese teilweise dank tieferen Einkaufspreisen realisieren. Zum Teil litten aber dabei die Margen. «Wir haben innerhalb von zehn Jahren bei 11 700 Artikeln die Preise um insgesamt 1,6 Milliarden Franken gesenkt», sagte dazu Coop-Marketingchef Philipp Wyss.

Onlinegeschäft wächst stark

Die Onlineshops der Coop-Gruppe entwickelten sich erfreulich und erwirtschafteten 905 Mio. Fr. – ein Plus von 15%. Die Verkaufsfläche Coops blieb 2013 nahezu konstant. Der Konzern expandierte allerdings weiter und zählte Ende Jahr mit 2162 Verkaufsstellen 34 mehr als vor Jahresfrist.

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