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Controlling auf den Punkt gebracht

RAPPERSWIL. Bücher über Controlling gibt es viele, das weiss Bruno Röösli – schliesslich hat er bereits einige geschrieben. Sein neustes, «Controlling für Manager und Unternehmer», das er mit Markus Speck und Andreas Wolfisberg verfasst hat, sei trotzdem wichtig.
«Controlling für Manager und Unternehmer» von Bruno Röösli, Markus Speck und Andreas Wolfisberg ist im Versus-Verlag erschienen.

«Controlling für Manager und Unternehmer» von Bruno Röösli, Markus Speck und Andreas Wolfisberg ist im Versus-Verlag erschienen.

RAPPERSWIL. Bücher über Controlling gibt es viele, das weiss Bruno Röösli – schliesslich hat er bereits einige geschrieben. Sein neustes, «Controlling für Manager und Unternehmer», das er mit Markus Speck und Andreas Wolfisberg verfasst hat, sei trotzdem wichtig. «Der Manager muss den Controller verstehen», beschreibt Röösli das Ziel des Werks.

Der Polizist im Unternehmen

Das sei nicht immer so. «Ein Controller ist wie der Polizist in einem Unternehmen», sagt Röösli. 29 Jahre lang war er Controller bei der Weidmann AG in Rapperswil, jetzt lehrt er an Handelsschulen und berät Firmen. Deshalb weiss er, weshalb es bei vielen KMU am Controlling fehlt: «Gewerbetreibende wollen nicht im Büro sitzen und Rechnungen schreiben. Sie wollen raus, zu den Kunden, in die Werkstatt.»

Doch der Verzicht auf Deckungsbeitragsrechnungen und Preiskalkulationen kann übel enden – so wie es fast der Aerni AG ergangen wäre, die als Beispiel in Rööslis Buch vertreten ist. Er übernahm dort 1999 ein Beratungsmandat. «Dem Unternehmen lief es schlecht», sagt Röösli. Die Aerni AG stellt für die Industrie Dampfanlagen her, für die Landwirtschaft baut sie Futteranlagen. Die Aerni AG verzeichnete Jahr für Jahr Verluste – doch der damalige Chef Jörg Müller wusste nicht, weshalb. Kein Wunder, meint Röösli. «Ein Unternehmen zu führen ohne Controlling, ist wie Fussballspielen, ohne die Tore zu zählen.» Er untersuchte Buchhaltung und interne Abläufe und wies den Produkten ihre wahren Kosten zu. «So stellten wir fest, dass der Landwirtschaftsbereich massive Verluste machte.»

Von nun an mussten die Abteilungsleiter jeden Monat über ihre Ergebnisse berichten. Unterdessen ist die Aerni AG wieder in den schwarzen Zahlen, sie baute gar aus: Aus den damals 21 Mitarbeitenden sind 37 geworden. Massnahmen wie regelmässige Berichte und genaue Kalkulation dienen zwar in erster Linie dem Auffinden von Schwachstellen im Unternehmen. Es habe aber auch ganz direkte Effekte, sagt Röösli: «Das Verhalten wird ein anderes. Wer Zahlen ins System eingibt, denkt schon darüber nach. Und man kann sich jeden Monat freuen, wenn der Erfolg sichtbar ist.»

Verständlich

Das Beispiel der Aerni AG ist eines der Praxisbeispiele im Buch «Controlling für Manager und Unternehmer» – anders als in ähnlichen Werken wurden echte Zahlen verwendet. Wie alle Bücher der Reihe «Versus Kompakt» im Versus-Verlag, ist es auf Verständlichkeit ausgelegt: Im ersten Teil werden Grundlagen dargelegt, die im zweiten Teil Begriff für Begriff erklärt werden. (ken)

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