Einweihungsfeier
«Commander CT 4/2» übernimmt: Die neue Druckmaschine ist einsatzbereit

Die AZ Medien machen Druck: Acht Monate dauerte die Montage der modernsten Druckanlage der Schweiz in Aarau. Nun ist sie in Betrieb und soll den AZ Medien die Unabhängigkeit für die Zukunft sichern.

Manuel Bühlmann
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Einweihungsfest der neuen AZ-Medien-Druckmaschine in Aarau
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Imitierte zur Feier des Tages eine Druckmaschine: Beatboxer Nino G.
Stolz auf «Commander CT 4/2»: AZ-Medien-CEO Axel Wüstmann (links), mit Verleger-Gattin Maja Wanner und Markus Greiner, Leiter des Geschäftsbereichs Druckereien bei der ABB.
Peter Bernhardsgrütter, Verkaufsdirektor bei der Ferag AG, Urs Binkert, Geschäftsführer der Mittelland Zeitungsdruck AG, und Marius Fink, Produktionsleiter der «Coop Zeitung».
Überzeugt, dass Print Zukunft hat: Christoph Müller, Vorstand Geschäftsbereich Rollendruckmaschinen bei König & Bauer, mit AZ-Verleger Peter Wanner.
Gruppenbild mit der Konkurrenz: AZ-CEO Axel Wüstmann (Mitte), Kurt Hegele, Geschäftsführer Ringier Print (links), und der mit Sohn Cyrill angereiste Andreas Schaffner, Leiter Bereich Verlagsservices bei Tamedia.
Die Papierproduzenten: Alfonso Sciullo, Leiter Verkauf und Marketing bei der Papierfabrik Utzenstorf AG, umrahmt von den Konkurrenten Wolfgang Bucher (links) und Stephan Hupfer von der Perlen Papier AG.
Banker unter sich: Rudolf Dellenbach, CEO der Aargauer Kantonalbank, und Roland Haller von der UBS.
Aus dem Verlagsgeschäft: Kurt Bühlmann und Francesco Berenati vom Verlag Schaffhauser Bock.

Einweihungsfest der neuen AZ-Medien-Druckmaschine in Aarau

Chris Iseli

Die gedruckte Zeitung hat auch im Online-Zeitalter eine Zukunft. Eine goldene gar, wie Roland Tschudi, Finanzchef der AZ Medien, an der Einweihungsfeier des neuen Druckzentrums gestern Abend in Aarau sagte.

Dort steht sie nun also, die modernste Druckanlage des Landes, «Commander CT 4/2». Geliefert vom ältesten Zeitungsdruckmaschinenhersteller der Welt: König und Bauer aus Würzburg sind seit fast 200 Jahren im Geschäft.

Deren Vorstandsmitglied Christoph Müller attestierte den gedruckten Zeitungen «eine grosse Glaubwürdigkeit und Akzeptanz». Gemeinsam mit dem Onlinebereich hätten sie eine erfolgreiche Zukunft vor sich.

Auch Axel Wüstmann, CEO der AZ Medien, gab ein Bekenntnis zu den Printprodukten ab: «Ich glaube fest daran, dass uns gedrucktes Papier noch lange begleiten wird.» Als ihn Verleger Peter Wanner vor achtzehn Monaten fragte, ob er heutzutage noch in eine Druckmaschine investieren würde, habe er mit grosser Überzeugung Ja gesagt.

Rund um die Uhr ausgelastet

Über 20 Millionen Franken haben die AZ Medien in den Zeitungsdruck investiert. Eine Investition, die sich rechne, sagte Peter Wanner. «Die Maschine wird rund um die Uhr ausgelastet sein.»

In drei Schichten sorgen 150 Personen für den Druck von Zeitungen und Beilagen. Die beiden Standorte Olten und Subingen mit veralteten und zu kleinen Druckmaschinen werden aufgehoben. Künftig läuft die Produktion zentralisiert in Aarau. Dadurch liessen sich Synergien nutzen und entsprechend günstiger drucken, sagte Wanner.

Dazu kommt: Die moderne Anlage ermöglicht dem Unternehmen, Zusatzaufträge anzunehmen. Das ist bereits gelungen: So wird beispielsweise eine Teilauflage der neu gestalteten «Coopzeitung» in Aarau gedruckt.

Die Aufträge sollen dabei helfen, gegenüber den anderen grossen Druckereien des Landes zu bestehen. «Wir stehen gerne im Wettbewerb», sagte CEO Axel Wüstmann. «Wir sind das kleine gallische Dorf im Aargau.»

Zum Schluss entlockte Moderator Patrik Müller, Chefredaktor der «Schweiz am Sonntag», Peter Wanner einen kleinen Primeur: Erstmals mit der neuen Maschine gedruckt werde die Aargauer Zeitung voraussichtlich im Dezember.

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