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Chinesen hatten Stadler Rail im Visier

BERN. Chinesische Investoren waren auch am Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail interessiert. Unternehmenschef Peter Spuhler hat abgelehnt. «Ich verkaufe doch nicht mein Unternehmen. Ich bin zu sehr Schweizer», sagt er im Interview mit der «Schweiz am Sonntag».

BERN. Chinesische Investoren waren auch am Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail interessiert. Unternehmenschef Peter Spuhler hat abgelehnt. «Ich verkaufe doch nicht mein Unternehmen. Ich bin zu sehr Schweizer», sagt er im Interview mit der «Schweiz am Sonntag».

Doch den geplanten Verkauf des Basler Agrochemie-Konzerns Syngenta an chinesische Investoren kritisiert er nicht. Er trete für eine liberale Wirtschaftspolitik ein. «Wenn die Syngenta-Eigentümer verkaufen wollen und es keinen inländischen Käufer gibt, ist ein Verkauf ins Ausland zu akzeptieren.»

Für China wäre der Einstieg in die Schienenfahrzeug-Branche in Europa interessant, denn es gibt in Europa nur noch etwa zehn Unternehmen. «Wenn die Chinesen die europäischen Märkte knacken wollen, brauchen sie eine Basis hier, um die nationalen Zulassungsprozedere zu beherrschen», erklärt Spuhler das Interesse an Stadler Rail. Die Besonderheiten des China-Geschäfts hatte Spuhler erst kürzlich in einem grossen Interview mit dieser Zeitung erläutert.

Die Schweiz ist bei chinesischen Investoren generell beliebt. Im vergangenen Jahr haben sechs chinesische Unternehmen in der Schweiz Käufe getätigt oder sich an Unternehmen beteiligt. Damit liegt die Schweiz europaweit auf Rang neun. Den grössten Zukauf plant die chinesische Chem-China mit Syngenta.

Die Abwehr von chinesischen Interessenten ist aber nicht Spuhlers grösste Sorge. Vielmehr beschäftigt ihn die Währungssituation mit dem noch immer starken Franken. 200 Mio. Fr. Umsatz habe das Unternehmen durch die Aufhebung der Kursuntergrenze verloren. Als Reaktion darauf hatte Stadler die Arbeitszeiten erhöht. Seit 2016 arbeiten die Angestellten aber wieder 40 Stunden pro Woche. Stadler Rail sieht sich inzwischen dank neuer Angebote, neuer Marktsegmente und neuer Märkte gut aufgestellt. (sda)

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