«China bietet uns die grössten Wachstumschancen»

Herr Thüler, das Firmengelände wird als Martini-Park vermietet. Was ist der Vorteil gegenüber einem Verkauf?

Drucken
Teilen
Michael Thüler Geschäftsführer Müller Martini Buchbindesysteme AG (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Michael Thüler Geschäftsführer Müller Martini Buchbindesysteme AG (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Herr Thüler, das Firmengelände wird als Martini-Park vermietet. Was ist der Vorteil gegenüber einem Verkauf?

Für uns ist es wichtig, dass sich auf dem Areal wieder neue Unternehmen ansiedeln können und gute Arbeitsplätze entstehen. Wir wollen die Basis schaffen, dass der neu geschaffene Martini-Park wieder lebt und pulsiert. Wir wollen industrielle und gewerbliche Unternehmen motivieren, in diesem modernen Park ihre Produkte zu produzieren und neue, interessante Arbeitsplätze zu schaffen. Mit dem Areal und dem neuen Brand Martini-Park können wir eine gute Voraussetzung dafür schaffen. Wir haben dem Kanton und der Gemeinde versprochen, dass wir Hand bieten für gute, konstruktive Lösungen. Mit einem Verkauf können wir dies nicht tun.

Müller Martini hat weiter den Showroom und Büroräume mit rund 50 Arbeitsplätzen. Was genau wird dort für Müller Martini gemacht?

Wie bereits schon früher angekündigt, bleibt das Know-how-Center für die Klebebindung in Felben bestehen. Die verbleibenden Mitarbeitenden sind die Experten in der Klebebindung und leisten den direkten Kundensupport, von der Schulung der Kunden, Installationen der Maschinen bis zur Fehlerbehebung und Produktionsunterstützung.

Wohin gehen die abgebauten Maschinen?

Die Montageaktivitäten werden nach Zofingen verlagert und stehen kurz vor dem Abschluss. Die Fertigung der Teile wird innerhalb der Gruppe und zu Lieferanten verschoben. Dies wird bis November 2014 abgeschlossen sein.

Müller Martini ist immer noch Weltmarktführer. In welchen Ländern und in welchen Geschäftsbereichen sehen Sie das meiste Entwicklungspotenzial?

In der Klebebindung und Sammelheftung sind wir weiterhin Marktführer, das ist richtig. China bietet uns die grössten Wachstumschancen, aber auch im Digitaldruck und bei Print on demand gibt es Marktchancen. (bor)

Aktuelle Nachrichten