Caroline Studer ist als «Unternehmerin des Jahres» nominiert – die Chefin der St.Galler Kosmetikfirma M. Opitz & Co. AG mit der Eigenmarke Mila d'Opiz kämpft gegen zwei Männer um die Krone

Unter den 15 Finalisten für den EY-Unternehmerpreis «Entrepreneur Of The Year 2020» findet sich auch eine Ostschweizerin. Es ist Caroline Studer, Chefin der St.Galler Kosmetikfirma M. Opitz & Co. AG.

Thomas Griesser Kym
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Caroline Studer, Chefin der St.Galler Kosmetikfirma M. Opitz & Co. AG.

Caroline Studer, Chefin der St.Galler Kosmetikfirma M. Opitz & Co. AG.

Bild: Ralph Ribi

60 Unternehmerinnen und Unternehmer standen zur Auswahl, aus diesen hat die Jury 15 Finalisten in vier Kategorien erkoren. Eine davon ist die Kategorie «Family Business». Und in dieser scheint auch Caroline Studer auf, Chefin und Verwaltungsratsdelegierte der St.Galler Kosmetikfirma M. Opitz & Co. AG.

Das Unternehmen wurde 1938 von einer Frau gegründet und befindet sich in der dritten Generation noch immer in der Hand einer Frau, wie die Jury schreibt. Die M. Opitz & Co. AG mit der Eigenmarke Mila d'Opiz stellt hochwertige kosmetische und pharmazeutische Produkte her.

Die vierte Generation ist schon am Werk

Caroline Studer arbeitet heute mit ihrer Tochter zusammen, um das Unternehmen auf die vierte weibliche Generation vorzubereiten. Studer wird laut der Jury als Finalistin gekürt, «weil sie eine Familientradition fortsetzt, die in der Schweiz sehr selten und sehr wertvoll ist».

Eine Appenzellerin mit Hautproblemen

Hautprobleme hatten die Appenzellerin Emilia Opitz-Altherr, seit ihrer Kindheit Mila genannt, animiert, mit pflegenden Substanzen zu experimentieren. Zusammen mit einem Hautarzt gelang es ihr, eine bahnbrechende Neuheit zu kreieren: eine Hormoncreme.

Emilia Opitz gründete in der Folge 1938 ihr Kosmetikunternehmen Milopa, 1945 wurde eine Fabrik gebaut, 1950 stieg sie ins Exportgeschäft ein, und 1951 trat Emilias Tochter Silva Opitz ins Unternehmen ein und trieb es gemeinsam mit ihrem Mann Wolf Studer voran.

Babykost versus Kosmetik

1965 wurde das Unternehmen umbenannt; der Babybreihersteller Milupa hatte sich an Milopa wegen zu grosser Ähnlichkeit gestört. 1986 zügelte die Firma in einen Neubau an der Haggenstrasse in St.Gallen.

Im Jahr 2008 stieg Caroline Studer, die Tochter von Silva und Wolf, in die Firma ein und verantwortete zunächst Marketing und Verkauf, bis sie 2014 die operative Leitung übernahm.

Kampf gegen Firmenich und Michel-Gruppe

Der Unternehmerpreis «Entrepreneur Of The Year 2020» wird am 30. Oktober vergeben. In der Kategorie «Family Business» sind neben Caroline Studer nominiert: Patrick Firmenich, Chef des Genfer Duft- und Aromaherstellers Firmenich, und Andreas Michel, Chef der Berner Oberländer Michel-Gruppe, die Kliniken betreibt.