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Übernachtungen auf Campingplätzen nehmen zu – auch in der Ostschweiz herrscht Hochsaison

Die Campingbranche in der Schweiz boomt. Letztes Jahr haben die Logiernächte um fast 13 Prozent zugenommen.
Stefan Borkert
Der Campingplatz Hüttenberg ist der beliebteste in der Schweiz. (Bild: FM1Today)

Der Campingplatz Hüttenberg ist der beliebteste in der Schweiz. (Bild: FM1Today)

Hochsaison auf Ostschweizer Campingplätzen. Kurt Renz, Präsident des Camping-Clubs Thurgau, hat keine Zeit für Fragen. Er muss sich um seine Gäste kümmern. Daniel Geiger von Camping- und Caravanning-Club St.Gallen geht es ebenso. Dass eine Studie ergeben hat, dass die Schweizer Campingplätze in Europa im Durchschnitt am teuersten sind, verwundert ihn nicht. Eher dass es dazu sogar eine Studie gibt. Wer den Preis nicht zahlen wolle, der könne ja wegbleiben, sein Kommentar.

Auch Marcel Meier vom Campingplatz Hüttenberg im thurgauischen Eschenz am Untersee weiss um das Preisgefälle. Sein Campingplatz ist der beliebteste in der Schweiz und bewegt sich auch europaweit bei den Gästebewertungen stets in den vorderen Reihen. Auch 2018 ist das so gewesen, wie das Onlineportal Camping.info in einer Mitteilung schreibt.

«Ranglisten haben Einfluss auf potenzielle Kunden»

Auf Camping.info sind 24'000 europäische Campingplätze erfasst. Einer der Trümpfe von Hüttenberg ist, dass es ein Familien freundlicher Campingplatz ist. «Von einer Familie für Familien», sagt Meier und fährt fort: «Sehr viele Gäste schätzen es sehr, dass der Besitzer auch gleich der Betreiber ist. So ist man sehr nahe beim Gast und kann das Gästefeedback direkt aufnehmen und möglichst einfliessen lassen.» Das könnten Ausbauwünsche sein, aber auch nur kleine Ergänzungen wie Desinfektionsmittel in den Toiletten.

«Jährlich investieren wir grosse Summen in unsere Campinganlage. Stillstand kennen wir nicht.»

Meier ist sich sicher, dass solche Ranglisten Einfluss auf potenzielle Gäste haben. «Positive Bewertungen und Gästekommentare auf diversen Plattformen sind heutzutage wichtiger denn je. Wir hören bei vielen anreisenden Gästen, dass sie uns aufgrund der positiven Gästebewertungen gewählt haben», sagt Meier. Man dürfe sich Trends nicht verschliessen, nennt er einen Kardinalfehler, den man nicht machen sollte. Man müsse sich den Gäste­bedürfnissen stets anpassen und dürfe nie stillstehen.

Boom hält seit
 drei Jahren an

Auch andere Campingplätze machen viel richtig, denn zum dritten Mal in Folge verzeichnen die Campingplatzbetreiber starke Zuwächse. Insgesamt übernachteten Campingurlauber rund 3,6 Millionen Mal auf einem der 401 Campingplätze der Schweiz. Das entspricht einem Anstieg von 12,8 Prozent. Mit 2,4 Millionen Nächtigungen ist der Anteil der Camper aus der Schweiz besonders gross.

Auch das hat die Auswertung des Buchungportals Camping.info ergeben, das gut 40 Millionen Seitenaufrufe pro Jahr verzeichnet. Dabei sind die Plätze in der Schweiz mit umgerechnet durchschnittlich 36.34 Euro europaweit am teuersten. Fast gleichauf liegt Italien (36.18 Euro). Den dritten Platz belegt Kroatien (34.42 Euro), gefolgt von Spanien (33.58 Euro) sowie Dänemark (29.31 Euro).

Am unteren Ende der Preisskala befinden sich mit unter 15 Euro Länder wie Rumänien, Türkei, Albanien, Nordmazedonien, Moldawien und Weissrussland (11.29 Euro). «Allerdings sollten Campingurlauber in diesen Ländern auch einen dementsprechenden Komfortverlust einberechnen», sagt Maximilien Möhrle, CEO von Camping.info.

In Europa ist das Preisgefälle für Camper sehr hoch

Quelle: camping.info/Grafik: viv

Quelle: camping.info/Grafik: viv

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