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Calida holt auf im E-Commerce

Das Bekleidungsunternehmen Calida erwirtschaftete im ersten halben Jahr ein solides Ergebnis. Es verdient inzwischen jeden zehnten Franken im Onlinehandel.
Rainer Rickenbach
Am Standort Sursee entwickelt Calida neue Kollektionen. (Bild: Eveline Beerkircher (19. Juli 2018))

Am Standort Sursee entwickelt Calida neue Kollektionen. (Bild: Eveline Beerkircher (19. Juli 2018))

Calida sorgte vergangene Woche mit einem T-Shirt für Aufsehen, das sich kompostieren lässt (Ausgabe vom Samstag). Die knapp 50 Franken teure Oberkörperbekleidung besteht aus einem von Holz gewonnenen Stoff. Ist das T-Shirt abgetragen und landet auf einem Komposthaufen, zersetzt es sich innerhalb eines halben Jahres vollständig.

Das neue Produkt des Surseer Unternehmens hat in der Buchhaltung des ersten halben Jahres zwar noch keine Spuren hinterlassen. Es ist erst seit Freitag auf dem Markt. Doch auch ohne diese Neuheit wirtschaftete die Calida-Gruppe in der Zeit von Januar bis Juni solide. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 10,7 Prozent auf 194,3 Millionen Franken, währungsbereinigt legte er um 3,5 Prozent zu. Der Unternehmensgewinn fiel mit 4,4 Millionen Franken um einen Viertel geringer aus als im ersten halben Jahr 2017. Damals drückten freilich Bewertungsgewinne den Gewinn in die Höhe.

Ausbau dank Zukäufen im Onlinehandel

Calida nimmt im Onlinegeschäft Fahrt auf. Lange Zeit behandelte das Unternehmen diesen Vertriebskanal eher stiefmütterlich und nahm dort vielleicht 5 Prozent der Verkaufseinnahmen ein. Im vergangenen Jahr erwarb es den deutschen Onlinehändler Reich und begann auch die eigenen Internet-Verkaufskanäle auszubauen. Inzwischen sei die Integration von Reich auf der Calida-Plattform abgeschlossen, heisst es in der Mitteilung zum Halbjahresergebnis. Die Investitionen in den Onlineauftritt scheinen sich zu lohnen: Alleine seit Jahresbeginn legte das E-Commerce-Geschäft um 60 Prozent zu. Vor einem Jahr entfielen noch 7,1 Prozent des Umsatzes auf diesen Verkaufskanal, nun sind es schon 10,2 Prozent. Nicht eingerechnet sind bei diesen Zahlen die Onlineverkäufe von Calida-Produkten, die andere Händler feilbieten. «Es ist uns gelungen, den fundamentalen Marktveränderungen durch gezielte Investitionen erfolgreich zu begegnen», lässt sich Calida-Chef Reiner Pichler zitieren. Mit dem Ausbau der neuen Vertriebskanäle passe sich die Unternehmensgruppe dem wandelnden Konsumverhalten an.

Nebst dem Online-Handel stand im ersten halben Jahr die französische Calida-Marke Lafuma im Vordergrund. Sie ist an der Pariser Börse kotiert. Mit einem Umsatzanteil von gut 15 Prozent gehört die Gartenmöbel- und Sportbekleidungshändlerin zwar nicht zu den grossen Marken in der Gruppe, doch sie ist sehr rentabel. Calida hat in der ersten Jahreshälfte durch Aktienkäufe den Anteil an der Tochtergesellschaft auf 87,7 Prozent aufgestockt. Zudem wagte die Calida-Gruppe mit der Marke Millet – sie steht für Bergsportkleidung und -ausrüstung – den Markteintritt im Fernen Osten. Neu sind ihre Produkte auch in Japan und China zu haben. Die beiden Märkte bearbeitet Millet auch über E-Commerce. Im Markenvergleich am besten schnitt im ersten halben Jahr die Stammmarke Calida ab. Der Verkaufserlös steigerte sich um 8,4 Prozent auf 61,4 Millionen Franken.

Die Gruppe habe erhebliche Mittel in E-Commerce, Internationalisierung und Marketing gesteckt, heisst es in der Medienmitteilung von gestern. Für den Rest des Jahres erwartet die Unternehmensführung eine stabile Umsatzentwicklung und leicht tiefere Erträge.

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