BUSSNANG: Stadler liefert 18 neue Züge nach Niederlande

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail kann für 170 Millionen Euro 18 zweiteilige Züge des neuen Typs WINK in die Niederlande liefern. Besteller ist Arriva Netherlands. Die Züge können von Dieselmotoren auf Batteriebetrieb umgestellt werden.

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Stadler kann 18 Züge nach Holland liefern. (Bild: Michel Canonica/Symbol)

Stadler kann 18 Züge nach Holland liefern. (Bild: Michel Canonica/Symbol)

WINK ist die Kurzform von «Wandelbarer Innovativer Nahverkehrs-Kurzzug». Die neue Entwicklung von Stadler Rail soll vor allem auf Nebenlinien mit kleinerem Fahrgastaufkommen eingesetzt werden. Absatzchancen sieht das Unternehmen schwergewichtig in West− und Zentraleuropa sowie in Grossbritannien.

Der neue Wink-Zug von Stadler. (Bild: pd)

Der neue Wink-Zug von Stadler. (Bild: pd)

Der Zugtyp werde mit einem von hydriertem Pflanzenöl betriebenen Dieselmotor angetrieben und verfüge zusätzlich über Batterien zur Speicherung der Bremsenergie, teilte Stadler Rail am Mittwoch mit.
 

Ab 2020 werden die nun bestellten 18 zweiteiligen Züge im Norden der Niederlande auf der Strecke zwischen Leeuwarden und Groningen sowie in den Provinzen Friesland und Groningen eingesetzt.
 

Nach einer teilweisen Elektrifizierung der Strecke Leeuwarden-Groningen, die bis 2025 realisiert sein soll, werden die WINK-Kompositionen als emissionsfreie Züge verkehren. Auf diesen Termin hin würden die Dieselmotoren durch Batterien ersetzt, heisst es in der Mitteilung. Der Wert des Auftrags inklusive Umrüstung liegt insgesamt bei rund 170 Millionen Euro. (sda)

 

Infos zu Wink

Der Wink ist das Produkt für Nebenlinien mit kleinerem Fahrgastaufkommen. Er bietet bis zu 275 Personen Platz, rund 150 davon auf Sitzplätzen. Den Wink gibt es mit langen oder kurzen Wagenkasten. Das Fahrzeug kann mit zwei, drei oder vier Türpaaren ausgerüstet werden. Die Achslast des Wink liegt unter 18 Tonnen. Die maximale Geschwindigkeit des Wink beträgte bis zu 160 km/h.