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Erfolg mit dem Kuhinvestment Der Thurgauer «Natur Konkret»-Unternehmer Guido Leutenegger setzt seit 1997 auf schottische Hochlandrinder.

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Guido Leutenegger Gründer «Natur-Konkret» bietet ein Kuhinvestment an. (Bild: Quelle)

Guido Leutenegger Gründer «Natur-Konkret» bietet ein Kuhinvestment an. (Bild: Quelle)

Erfolg mit dem Kuhinvestment

Der Thurgauer «Natur Konkret»-Unternehmer Guido Leutenegger setzt seit 1997 auf schottische Hochlandrinder. Mit dem Kuhinvestment, bei dem die Investoren 2500 Franken pro Highland Cattle bezahlen, hat er Schlagzeilen gemacht Der 53jährige Kreuzlinger betreibt einen Hof in Avegno im Tessiner Maggiatal und in Ermatingen.

Herr Leutenegger, wie läuft es mit Ihrem Kuhinvestment?

Sehr gut. Die Nachfrage ist nach wie vor da und ich bin glücklich. Dank unserer qualitativ hochwertigen und naturnahen Produkte können wir uns auf dem Markt behaupten. Die Investorinnen und Investoren erhalten während zehn Jahren eine jährliche Dividende von 350 Franken in Form von Fleisch, das sie individuell bestellen können. Viele möchten ihre Kuh vor Ort anschauen, besuchen uns, und dadurch gibt es für die Investoren einen einmaligen Erlebniswert.

Sie haben bereits 300 Investoren gefunden und 750 000 Franken auf der hohen Kante. Ein gutes Geschäft?

Das Geld wird in den Betrieb investiert. Es ermöglicht das Wachstum, den Ausbau von «Natur Konkret», um auf dem Markt erfolgreich tätig zu sein. Wir haben während einer Dekade Verpflichtungen gegenüber den Investorinnen und Investoren. Es ist eine Kapitalaufnahme mit einer aussergewöhnlichen Dividende.

Wer sind Ihre Investoren?

Solche, die schlau sind! Es sind Leute aus allen beruflichen Schichten mit einem ökologischen Bewusstsein und Freude an einem ungewöhnlichen Geschäftsmodell. Die meisten lesen den Wirtschaftsteil der NZZ oder der «Sonntags-Zeitung», wo wir auch mal Inserate schalten.

Werden jetzt Ihre Wollschweine, die Sie schon seit 1983 züchten, auch zu Investmentgütern?

Denkbar ist es, dass wir auch ein Modell für Wollschweine entwickeln. Im Moment ist es aber nicht geplant. Hochwertiges, naturnah produziertes Schweinefleisch ist gefragt. Ich möchte meinen Wollschweinen auch gerne Edelkastanien verfüttern, die es im Tessin ja tonnenweise gibt und viele leider verfaulen. Den Schulkindern im Maggiatal bezahle ich einen Franken pro Kilogramm gesammelter Kastanien. Dieses Projekt läuft und ist verheissungsvoll. (uok)

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