BUSINESS LUNCH

«Ein Start-up reizt immer» Seit knapp zwei Jahren präsidiert Christian Neuweiler die IHK Thurgau. Er treibt das Jungunternehmerprojekt mit voran. Herr Neuweiler, Sie führen einen der ältesten Familienbetriebe im Thurgau.

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Christian Neuweiler Unternehmer und Präsident der IHK Thurgau (Bild: Quelle)

Christian Neuweiler Unternehmer und Präsident der IHK Thurgau (Bild: Quelle)

«Ein Start-up reizt immer»

Seit knapp zwei Jahren präsidiert Christian Neuweiler die IHK Thurgau. Er treibt das Jungunternehmerprojekt mit voran.

Herr Neuweiler, Sie führen einen der ältesten Familienbetriebe im Thurgau. Würde ein Start-up Sie trotzdem reizen?

Ein Unternehmer hat ja laufend Start-ups, auch wenn das Geschäft schon 180 Jahre alt ist. Das heisst, es werden neue Produkte entwickelt, neue Märkte erschlossen und neue Strategien entwickelt. Die Herausforderungen sind manchmal genauso gross wie bei einem Start-up eines neuen Unternehmens. Aber ein Start-up reizt immer.

Hätte Sie eine Neugründung vor Ihrem Eintritt in die Neuweiler AG interessiert?

Wenn man Unternehmer ist, spielt es keine Rolle, ob man ein bestehendes Unternehmen weiterentwickelt oder ein neues Unternehmen gründet. Die Aufgabe ist so oder so reizvoll.

Das neue Startnetzwerk Thurgau arbeitet mit einer Art Patensystem. Werden Sie selbst auch Pate?

Vielleicht später. Ich stehe voll in der Verantwortung und habe dafür in der jetzigen Phase keine Zeit. Der ideale Pate steht kurz vor oder kurz nach dem Pensionsalter und bringt eine grosse unternehmerische Erfahrung mit.

Oder gar ein Business Angel?

Dazu fehlen mir die Mittel. Diese werden in das eigene Unternehmen investiert.

Wie ist die IHK bislang mit Anfragen von Jungunternehmern umgegangen?

Wir haben verschiedenste Bestrebungen wie zum Beispiel das Jungunternehmerforum unterstützt, haben aber keine aktive Rolle gespielt. Im Gegensatz zu einigen Mitgliedfirmen von uns, welche die Stiftung Start in Frauenfeld finanziert haben, allen voran die TKB.

Das Startnetzwerk wurde in wenigen Monaten auf den Weg gebracht. Warum die Eile?

Wir möchten die gute Arbeit, welche in der Stiftung Start geleistet wurde, fortführen, in einem Rahmen, der finanziell tragbar ist und der alle Akteure im Kanton mit einbindet.

Es gibt ja schon Institutionen in der Ostschweiz, die sich um Jungunternehmen kümmern. Was macht beim Startnetzwerk Thurgau den Unterschied aus?

Grundsätzlich geht es darum, dass der Kanton Thurgau eine eigene Jungunternehmerförderung hat. Der Thurgau bietet wirklich viele gute Rahmenbedingungen. Schlussendlich sind die Kernaufgaben der IHK, das Unternehmertum zu fördern und für gute Rahmenbedingungen zu sorgen. (bor)