Bundesrat kommt nach Widnau

Am 17. Rheintaler Wirtschaftsforum vom 21. Januar werden 700 Besucherinnen und Besucher erwartet. Einige Gäste müssen wohl vertröstet werden.

Kaspar Enz
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Bundesrat Didier Burkhalter ist Gast am Wirtschaftsforum Rheintal. (Bild: ky/Lukas Lehmann)

Bundesrat Didier Burkhalter ist Gast am Wirtschaftsforum Rheintal. (Bild: ky/Lukas Lehmann)

widnau. «Es sieht gut aus», sagt Raffael Soppelsa, Tagungsleiter des Rheintaler Wirtschaftsforums, das am Freitag, dem 21. Januar stattfindet. Die Grenze von 700 Anmeldungen dürfte bald erreicht sein – und damit nicht nur ein Rekord, sondern auch die Kapazitätsgrenze der Widnauer Aegeten-Halle. «Wenn voll ist, ist voll», sagt Soppelsa. Doch für Spätzünder besteht Hoffnung. Nach 700 Anmeldungen wird eine Warteliste geführt. «Üblicherweise gibt es noch kurzfristige Abmeldungen.»

Grad noch überschaubar

Bis 2007, als das Rheintaler Wirtschaftsforum noch im Rahmen der Rhema-Messe stattfand, habe es mehr Platz gegeben, sagt Raffael Soppelsa. Trotzdem werde zumindest vorläufig kein neuer Standort für das Forum gesucht. «Entwicklung ist mehr als nur Wachstum der Teilnehmerzahl.» Am Wirtschaftsforum ginge es nicht nur um die Referate, sondern auch ums Networking. Und das sei durch zu viele Teilnehmer gefährdet. «Ab einer gewissen Grösse ist ein Anlass nicht mehr überschaubar», sagt Soppelsa.

Die Grenze liege bei etwa 700 bis 800 Gästen.

Politik, Wirtschaft, Kirche

Die Besucher können sich dieses Jahr auf den Auftritt von Bundesrat Didier Burkhalter freuen. Dass ein Bundesrat ans Wirtschaftsforum komme, sei nicht aussergewöhnlich, sagt Raffael Soppelsa. Aussergewöhnlich sei, dass mit Didier Burkhalter einer käme, der sich an solchen Veranstaltungen eher selten zeige.

Der Innenminister werde sich aus politischer Warte zum Thema des diesjährigen Forums äussern: «Arbeit, Leben, Leidenschaft».

Einen Blick in die Zukunft von Arbeit und Freizeit werde David Bosshart, CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts, versuchen. Bei Eva Jaisli, CEO von PB Swiss Tools in Wasen, hingegen stünden Arbeit und Leidenschaft im Vordergrund, denn: «Sie führt ihr Unternehmen mit Leidenschaft», sagt Raffael Soppelsa. Notker Wolf ist Abtprimas des Benediktinerordens Sant'Anselmo und damit oberster Ordensbruder.

Die geistliche Sicht sei ungewöhnlich, aber spannend, sagt Soppelsa. Der Mönch äussert sich oft zu wirtschaftlichen Fragen. «Seine Lebensgestaltung ist nicht typisch für den Bereich, den er behandelt.» TV-Moderatorin Susanne Wille gibt schliesslich der Veranstaltung den Rahmen.

Nicht nur Rheintaler Treffpunkt

Wie auf dem Rednerpult sind die Rheintaler auch im Publikum nicht unter sich. Über die Hälfte der Anmeldungen stammen aus dem Rest der Schweiz oder dem nahen Ausland.

Das sei auch gut so, sagt Raffael Soppelsa. Trotzdem solle das Wirtschaftsforum auch ein Rheintaler Treffpunkt bleiben.

Das 17. Rheintaler Wirtschaftsforum findet am 21. Januar in der Aegeten-Halle, Widnau, statt. www.wifo.ch