Bundesrat dreht Geldhahn zu

Drucken
Teilen

FondssuisseHeute kann die Nationalbank, sobald sie eine neue Banknotenserie in Umlauf bringt, die Banknoten der bisherigen Serie zurückrufen. Die Banknoten können noch 20 Jahre bei der Nationalbank umgetauscht werden.

Der Betrag, der nicht fristgerecht umgetauschten Banknoten entspricht, fliesst alle 20 Jahre in den Schweizerischen Fonds für Hilfe bei nicht versicherbaren Elementarschäden (Fondssuisse). Das Vermögen blieb seit der letzten Ausschüttung im Jahr 2000 konstant bei rund 270 Mio. Franken. Seit 2000 bis Ende 2016 hat Fondssuisse knapp 100 Mio. Fr. an Betroffene geleistet. Dabei entfielen allein rund 52 Mio. auf 1999 (Waldschäden durch den Sturm Lothar) und 11 Mio. auf 2005 (Hochwasser). Die Fondssuisse-Beiträge entlasten die Kantone, die bei Grossereignissen zusätzlich öffentliche Mittel zur Verfügung stellen.

Der Fonds wird nun nach den Plänen des Bundesrates künftig kein Geld mehr bekommen. «Wir gehen davon aus, dass der Fonds seine Aktivitäten auch künftig durch die Kapital-erträge wird finanzieren können und nicht auf eine erneute Ausschüttung angewiesen ist», sagt Philipp Rohr, Sprecher bei der Eidgenössischen Finanzverwaltung. (mim)