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Bundesrat Cassis gibt dem
St.Gallen Symposium einen Korb

Eigentlich hätte er am Donnerstag die Eröffnungsrede am St.Gallen Symposium halten sollen. Nun hat Aussenminister Ignazio Cassis kurzfristig abgesagt.
Jürg Ackermann
Bundesrat Ignazio Cassis. Bild: Keystone/Anthony Anex

Bundesrat Ignazio Cassis. Bild: Keystone/Anthony Anex

Es ist eine lange Tradition. Mit Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann, Aussenminister Didier Burkhalter oder Uvek-Vorsteherin Doris Leuthard eröffneten in den vergangenen Jahren stets Bundesräte den offiziellen Teil des St.Gallen Symposium, wo sich diese Woche wiederum junge Talente und internationale Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft treffen. Bis vor einer Woche war Aussenminister Ignazio Cassis als Redner am Donnerstagmorgen vorgesehen gewesen, plötzlich verschwand er jedoch aus dem Programm.

Wegen «unerwarteter Termine» habe der Aussenminister seinen Auftritt in St.Gallen leider kurzfristig absagen müssen, sagt Sebastian Hueber, der Kommunikationschef des Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Um was für «wichtige Termine» es sich dabei handelt - darauf ging das EDA nicht genauer ein. Gut möglich aber, dass Cassis kurzfristig nach Brüssel reist, um der EU die schwierige Situation beim Rahmenabkommen zu erklären.

Karin Keller-Sutter springt in die Lücke

Ganz ohne bundesrätlichen Besuch muss das St.Gallen Symposium aber auch nach Cassis Absage nicht auskommen. Justizministerin Karin Keller-Sutter springt in die Lücke. Heute Abend wird sie vor den Symposiumsteilnehmern eine Rede halten in einer allerdings geschlossenen Veranstaltung, die nur den eingeladenen Studenten, den «Leaders of Tomorrow», sowie den finanzkräftigen Gönnern und Sponsoren des Symposiums offen steht. Die St.Galler Bundesrätin betritt dabei bekanntes Terrain. Während vieler Jahre war die ehemalige St.Galler Ständerätin selber Vizepräsidentin des Stiftungsrates des St.Gallen Symposium.

Das EDA weist zudem darauf hin, dass mit Jacques Pitteloud am Donnerstag ein hochrangiger Schweizer Diplomat das Aussendepartement bei der wiederum hochkarätig besetzten Veranstaltung auf dem Rosenberg, die bereits zum 49. Mal durchgeführt wird, vertreten werde. Pitteloud ist derzeit noch Chef der Direktion für Ressourcen im Aussendepartement und zukünftiger Schweizer Botschafter in Washington. Pitteloud gehört zu den schillerndsten Figuren im EDA. Während einiger Jahre hatte der ehemalige Mitarbeiter des Geheimdienstes zudem im Visier der Schweizer Justiz gestanden wegen eines Geldwäscheverfahrens während seiner Zeit als Schweizer Botschafter in Kenia.

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