Bündelangebote als Stütze

Der grösste Schweizer Telekomkonzern Swisscom hat sich 2014 gesteigert. Vor allem Bündelangebote und Flatrate-Abonnemente für Handys florierten.

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BERN. Swisscom-Chef Urs Schaeppi hat allen Grund zur Freude. Seit langem ist es nämlich seinem Unternehmen gelungen, mit dem Umsatz auch den Gewinn zu steigern. Dieser stieg um 0,6% auf 1,7 Mrd. Fr., während der Umsatz um 2,4% auf 11,7 Mrd. Fr. zunahm (siehe Tabelle). Schaeppi zeigte sich an der Bilanzpressekonferenz entsprechend zufrieden: «Wir haben ein erfolgreiches Jahr hinter uns.» Dies vor allem darum, weil es Swisscom gelungen ist, die vom Markt erzwungenen Preissenkungen bei den Roaminggebühren und bei den Geschäftskunden zu kompensieren.

«In der digitalen Revolution»

Verkaufsrenner der Swisscom 2014 waren dabei einerseits die Bündelangebote, also zum Beispiel Telefonie, Internet und Fernsehen aus einer Hand, deren Umsatz um fast ein Viertel auf 1,9 Mrd. Fr. zunahm, und andererseits Mobilfunkabonnemente, mit denen Kunden unbegrenzt telefonieren und surfen können. Ende Jahr zählte Swisscom bereits 2,1 Mio. Kunden mit solchen Flatrate-Verträgen, also Verträgen zum Festpreis.

Laut Schaeppi zeigen diese Trends zudem, wohin die Reise der Telekombranche geht. Das Datenvolumen vor allem auf dem Mobilfunknetz werde weiter massiv zunehmen. In den letzten Jahren hat sich das Volumen jeweils jährlich verdoppelt.

Der Treiber dahinter sei vor allem die fortschreitende Vernetzung. «Wir sind mitten in der digitalen Revolution», sagte Schaeppi. So werde es künftig normal sein, immer und überall und mit noch viel mehr Geräten und Anwendungen online zu sein. Eine Folge davon werde sein, dass die Grenzen zwischen vielen Branchen verschwinden.

In Netzwerke investieren

So sei bereits heute das Internetunternehmen Airbnb mit einer Viertel Million Übernachtungen die grösste Hotelkette der Welt. Auch der Fahrdienstvermittler Uber sei ein Beispiel für diese zunehmende Vernetzung. Swisscom sieht diesen Trend laut Schaeppi primär als Chance. Telekom und Informationstechnologie würden dadurch immer wichtiger. Swisscom halte auch darum die Investitionen in ihre Netzwerke weiterhin hoch.

Frankenstärke gut verkraftbar

Bei den normalen Telefondienstleistungen will der Konzern den Schwund jedoch auch noch mit neuen Geschäften kompensieren. So hat Swisscom 2014 die Tochterfirma Swisscom Health gegründet, um die Tätigkeiten im Gesundheitswesen zu bündeln. Swisscom mischt zudem mit der Suchmaschine local.ch verstärkt im Werbemarkt mit; als weiterer Zukunftsmarkt gilt das Grosskundengeschäft. Mit der Frankenstärke hat Swisscom kaum Probleme. (sda)

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