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Brüggli ist sozial und wirtschaftlich zugleich

Studierende der Fachhochschule St. Gallen haben für das Sozialunternehmen eine Sozialbilanz erstellt und sind für den WTT Young Leader Award nominiert.
Geschäftsleiter Rainer Mirsch (2. von links) erklärt den Studierenden die Arbeit im Brüggli-Betrieb. (Bild: PD)

Geschäftsleiter Rainer Mirsch (2. von links) erklärt den Studierenden die Arbeit im Brüggli-Betrieb. (Bild: PD)

Was bringen Sozialunternehmen wie Brüggli mit Hauptsitz in Romanshorn den Klienten und der Allgemeinheit? Studierende der Fachhochschule St. Gallen sind mit einem Messinstrument und der Berechnung einer Sozial­bilanz für den WTT Young Leader Award der Fachhochschule St. Gallen (FHS) nominiert.

«Bei uns geht es zuerst um Menschen, erst dann um Produkte», sagt Brüggli-Chef Rainer Mirsch. Brüggli engagiert sich für Menschen mit psychischen oder körperlichen Problemen und unterstützt sie beim Wiedereintritt in den ersten Arbeitsmarkt. Das Sozialunternehmen bietet aber auch hochwertige Produkte und Dienstleistungen an.

«Wirtschaftlich, aber nicht um jeden Preis. Sozial, aber nicht auf Kosten anderer», fasst Mirsch zusammen. Deshalb veröffentlicht Brüggli seit zehn Jahren eine Sozialbilanz: Wie viel öffentliches Geld braucht es? Was kommt der Allgemeinheit wieder zugute? Dabei kommt eine harte Zahl heraus. «Dank uns werden IV-Taggelder eingespart, unsere Mitarbeitenden bezahlen Steuern, regionale Zulieferer profitieren von unserem Betrieb mit 800 Beschäftigten und so weiter», sagt Mirsch.

Experten zu dem Thema sind eine rare Spezies

Mit einem ungewöhnlichen Auftrag hat er sich an Wirtschaftsstudierende der FHS gewandt. Die angehenden Betriebsökonomen sollten die Berechnung der Sozialbilanz vereinfachen und auf den neusten wissenschaftlichen Stand bringen. Kein einfacher Auftrag. Denn Brüggli gilt hier als ein Vorreiter, einen Standard gibt es nicht. «Auch Experten zu dem Thema sind nicht einfach zu finden», sagt FHS-Student Roman Schälli (Ebnat-Kappel). Gemeinsam mit Stephan Spälti (Nürensdorf), Kevin Braunwalder (Gossau), Ermire Sahiti (Altstätten), Laura Giger (Niederuzwil) und Philipp Dudli (Gossau) kniete er sich ins Thema «Social Return on Investment» rein.

Rainer Mirsch wollte zudem wissen, was Brüggli bei den Klienten bewirkt, wenn sie die Institution verlassen: Haben sie einen Job? Sind sie finanziell unabhängig? Wie geht es ihnen? «Dafür entwickelten die Studierenden ein Messinstrument – auch das ist eine Pionierleistung – im sozialen Bereich», lobt FHS-Coach Marcus Hauser. Als «Wirtschaftsmenschen» müsse man zudem die dafür notwendige Sensibilität an den Tag legen können. Diese überzeugte offensichtlich auch die Jury, die das Team für den WTT Young Leader Award nominiert hat. (red)

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