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Briefkastenfirma bietet Flüge ab Friedrichshafen an

Dubios Holiday Airways, eine neugegründete Fluggesellschaft hat angekündigt, 22 Flüge wöchentlich ab Friedrichshafen in fünf europäische Metropolen, unter anderem nach Berlin und Köln, anzubieten, wie mehrere süddeutsche Tagezeitungen berichteten. So schreibt etwa die «Allgäuer Zeitung», dass die dubiose Fluggesellschaft eine kurze Zeit ein Reisebüro als Kooperationspartner angegeben habe, ohne dass das betreffende Reisebüro etwas davon wusste. Ausserdem habe die Fluggesellschaft eine Ansiedlung der Airline am Allgäu Airport erwägt. Kontakte habe es jedoch nie gegeben, äussert eine Sprecherin des Flughafens in Memmingen gegenüber der Lokalzeitung.

Im «Südkurier» heisst es, dass die Geschäftsführung des Bodensee Airports in Friedrichshafen «höflich um konkrete Sicherheitszahlungen und einen Identitätsnachweis» angefragt habe. Seither «gab es überhaupt keinerlei Kontakt zu uns, weder telefonisch, per E-Mail oder gar persönlich», erklärte Flughafensprecher Andreas Humer-Hager gegenüber dem Südkurier. Zuvor sei man nur telefonisch im Austausch gewesen, obwohl Holiday Airways in Friedrichshafen sogar mit zwei 34-sitzigen Flugzeugen Station beziehen wollte. Die Seriosität des Angebots könne man im Moment nicht einschätzen, hatte schon zuvor Humer-Hager geäussert.

Internetseite nicht mehr aufrufbar

In den oberschwäbischen Lokalmedien wird weiter berichtet, dass die Internetseite der Airline, die über ein Buchungsportal unter anderem für Bus- oder Zugreisen lief, nicht mehr aufrufbar sei. Noch Mitte Oktober habe man hier Flüge ab dem 22. Januar 2018 von Friedrichshafen nach Amsterdam, Paris, Rom, Köln und Berlin buchen können, ab 112 Euro für den Hin- und Rückflug.

Laut dem österreichischen Branchenportal aviation.net ist es unwahrscheinlich, dass die Flüge überhaupt stattfinden. An der Firmenadresse in der Old Gloucester Street in London sei nur ein «einschlägiger Postdienstleister» ansässig, also eine Briefkastenfirma wie das Online-Portal vermutet. Auch wird vermutet, dass Holiday Airways über keine gültige Lizenz (AOC) verfüge, die für den Passagierbetrieb Voraussetzung sei. Konfrontiert mit entsprechenden Fragen durch den «Südkurier», hat die geschäftsführende Gesellschafterin Kerstin Shaban noch keine Stellung bezogen. (bor)

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