Bremsspuren bei Geberit

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Sanitärtechnik Werkschliessungen in Frankreich und höhere Kosten haben im ersten Halbjahr 2017 Geberit belastet. Unter dem Strich brach der Gewinn des grössten europäischen Sanitärtechnikkonzerns mit Sitz in Rapperswil-Jona um 18 Prozent auf 258 Mio. Franken ein. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Kauf des finnischen Sanitärkeramikherstellers Sanitec (62 Millionen Franken) und zwei Werkschliessungen in Frankreich. Um diese Sonderkosten bereinigt beträgt die Gewinnabnahme noch 4 Prozent. Zudem drückten höhere Rohmaterialpreise auf die Margen. Der Betriebsgewinn schrumpfte um 12 Prozent auf 387 Millionen.

Der Umsatz ging um 0,7 Prozent auf 1,47 Milliarden Franken zurück. Der Rückgang basiere vor allem auf dem Verkauf der Keramikhersteller Koralle (an Arbonia) und Varicor, sagte Geberit-Chef Christian Buhl. Im zweiten Quartal machte Geberit zudem eine überraschende Schwäche im Schlüsselmarkt Deutschland zu schaffen. Ferner wirkten sich Währungseffekte in Höhe von 24 Millionen Franken negativ aus. Organisch und währungs­bereinigt wären die Verkäufe um 2,8 Prozent gewachsen.

Für das Gesamtjahr zeigt sich die Spitze des Unternehmens zuversichtlich. (sda/red)