Bohrmaschinen
Umsatzeinbruch bei Hilti – Wachstum in Skandinavien

Letztes Jahr hat Hilti deutlich weniger umsetzen können. CEO Christoph Loos betont, dass der Rückgang erwartet wurde, aber weniger stark ausgefallen sei.

Stefan Borkert
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Der Hauptsitz von Hilti in Schaan, Liechtenstein.

Der Hauptsitz von Hilti in Schaan, Liechtenstein.

PD/Uli Reitz

Die Baubranche ist zwar von den Auswirkungen der Coronapandemie weniger betroffen, dennoch hinterlässt das Virus auch hier seine Spuren. Das zeigt sich auch bei der Hilti Gruppe. Trotz Erholungstendenzen lag der Umsatz 2020 mit 5,3 Milliarden Franken um 9,6 Prozent unter dem Vorjahr, heisst es in einem Communiqué. In den letzten vier Monaten 2020 hätten sich die Anzeichen einer Erholung verfestigt und der Umsatzverlauf habe sich stabilisiert. CEO Christoph Loos sagt:

Christoph Loos, CEO Hilti Group.

Christoph Loos, CEO Hilti Group.

PD
«Mit dem Gesamtumsatz liegen wir im erwarteten Umfang unter dem Vorjahreswert, womit der Rückgang weniger stark ausgefallen ist als anfangs befürchtet.»

Die Entwicklung in den Regionen sei sehr unterschiedlich verlaufen, je nach Dauer und Umfang der lokalen Lockdowns. In Europa habe dies nur zu einem leichten Umsatzrückgang von 2,7 Prozent geführt.

Deutliches Nord-Süd-Gefälle

Dabei hätte sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle mit Wachstum in Skandinavien und Zentraleuropa sowie höheren einstelligen Einbussen in Südeuropa ergeben. Auch Nordamerika sei erfreulich robust gewesen, mit einem lokalen Rückgang von lediglich 4,3 Prozent. Anders sah das in den Regionen Osteuropa, Mittlerer Osten, Afrika mit einem Minus von 8,2 Prozent aus. Lateinamerika verbuchte einen Rückgang von 8,1 Prozent, und die Region Asien-Pazifik minus 7 Prozent. Auch hier waren die Unterschiede gross. Während etwa in China und Russland Wachstum erzielten, kam es vor allem in Südostasien und den Golfstaaten zu einem grösseren Einbruch, schreibt Hilti.

Für das laufende Jahr geht die Hilti Gruppe von einer moderaten wirtschaftlichen Erholung aus, die regional unterschiedlich ausfallen wird und stark vom Verlauf der Coronapandemie in den nächsten Monaten abhängt.