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St.Galler Sportradar ist in New York an die Börse gegangen: Sportdaten und -Wetten sind ein Wachstumsmarkt

Das 2001 gegründete Unternehmen Sportradar liefert Daten und Dienstleistungen für Anbieter von Sportwetten und Medien. Nun ist das Unternehmen mit Sitz in St.Gallen an der Börse kotiert. Die Titel werden an der Nasdaq in New York gehandelt.

Kaspar Enz
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Zu den Partnern von Sportradar gehören weltweit wichtige Sportligen wie die NHL.

Zu den Partnern von Sportradar gehören weltweit wichtige Sportligen wie die NHL.

Gene J. Puskar / AP

Am Dienstag hat die Sportradar Group AG ein öffentliches Angebot für 19 Millionen Aktien zu einem Preis von je 27 US-Dollar bekannt gegeben. Gehandelt werden die Aktien des Anbieters von Dienstleistungen in den Bereichen Sportwetten und -daten an der elektronischen Technologiebörse Nasdaq in New York.

Seinen Sitz hat Sportradar aber in St.Gallen. Dass das Unternehmen trotzdem in den USA an die Börse geht, hat verschiedene Gründe. Einerseits sei Nasdaq die richtige Börse für Technologieaktien, wie CEO Carsten Koerl dem Finanzportal «Cash» sagte. Andererseits sind die USA für Sportradar ein wichtiger Markt für Sportwetten und Unterhaltung im Sportbereich. Hier arbeitet Sportradar auch mit wichtigen Partnern wie der Hockey-Liga NHL, der Basketball-Liga NBA oder der Baseball-Liga MLB zusammen. Zu den Partnern gehört aber auch die Fifa.

Auch wenn während der Pandemie manche Sportarten und Ereignisse nur eingeschränkt stattfanden oder verschoben wurden, verzeichnete Sportradar auch 2020 starkes Wachstum. Der Betriebsgewinn stieg von 63 auf 77 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt in 19 Ländern über 2000 Mitarbeitende.

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