«Blödsinn»: Alstom Schweiz über Stellenabbau-Gerüchte

BERN. Als bekannt wurde, dass der US-Konzern Electric (GE) die französische Alstom übernehmen will, schossen Spekulationen über die Zukunft von Alstom Schweiz ins Kraut. Von 4000 Stellen, die hierzulande auf dem Spiel stehen, war die Rede.

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BERN. Als bekannt wurde, dass der US-Konzern Electric (GE) die französische Alstom übernehmen will, schossen Spekulationen über die Zukunft von Alstom Schweiz ins Kraut. Von 4000 Stellen, die hierzulande auf dem Spiel stehen, war die Rede. Gestern äusserten sich Vertreter von Alstom Schweiz anlässlich der Bilanzmedienkonferenz zu den Spekulationen – und sie bezeichneten sie als «Blödsinn». Er habe noch nie eine so dumme Zahl gesehen, sagte der Chef der Sparte Thermal Power, Philippe Cochet.

GE soll angeboten haben, als Gegenleistung für die Zustimmung der Franzosen zur Übernahme, das Hauptquartier von Baden nach Frankreich zu verlegen. Doch selbst wenn der weltweite Hauptsitz der Division Thermal Power nach Frankreich verlegt würde, wären höchstens einige hundert Stellen betroffen, sagte Cochet: «Aber ich weiss es nicht.» Die gesamte Produktion und die Servicesparten in der Schweiz könnten kaum verlegt werden, sagte Alstom-Schweiz-Verwaltungsratspräsident Joseph Deiss. Denn in der Schweiz sei das Know-how vorhanden. Insgesamt arbeiten für Alstom in der Schweiz 6500 Beschäftigte.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte Alstom Schweiz eine Flaute im Kraftwerkgeschäft zu schaffen. Der Umsatz ist zwar um 5% auf 2,5 Mrd. € gestiegen. Der Auftragseingang sackte allerdings von 2,8 Mrd. auf 2,2 Mrd. € ab. (sda)

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