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Blick in die Lohntüte: So viel verdient der Rektor der Universität St.Gallen

Rund 335'000 Franken in seinem Hauptberuf plus annähernd 200'000 Franken mit seinen beiden entgeltlichen Nebentätigkeiten - diese Vergütungen erhält Thomas Bieger.
Thomas Griesser Kym
Thomas Bieger (links), Rektor der Universität St.Gallen, und Regierungsrat Stefan Kölliker. (Bild: Ralph Ribi (St.Gallen, 11. September 2017))

Thomas Bieger (links), Rektor der Universität St.Gallen, und Regierungsrat Stefan Kölliker. (Bild: Ralph Ribi (St.Gallen, 11. September 2017))

Knapp 200'000 Franken hat Thomas Bieger vergangenes Jahr mit seinen beiden entgeltlichen Mandaten verdient, die er neben seinem Hauptamt als Rektor der Universität St.Gallen ausübt. Das zeigt ein Blick in die Vergütungsberichte, die Teil sind der Geschäftsberichte der beiden Gesellschaften.

Demnach hat Bieger als Verwaltungsratspräsident der Jungfraubahn Holding AG eine Gesamtvergütung von brutto gut 160'000 Franken erhalten. Im Spitzenjahr 2014 waren es über 170'000 Franken gewesen, seither sind die Bezüge schrittweise etwas gesunken. Die gut 160'000 Franken für 2017 teilen sich in 103'000 Franken als fixe Vergütung in bar, in Aktien im Wert von 47'550 Franken, in Sozialleistungen von 9400 Franken und in Sachleistungen im Wert von 510 Franken. Dabei handelt es sich um ein Abonnement der Jungfraubahn, mit dem Bieger bei ihr freie Fahrt geniesst. Eine variable Erfolgsbeteiligung gewährt die Jungfraubahn ihren Verwaltungsräten keine mehr. Letztmals waren es für 2016 pro Kopf 20'000 Franken. Als Ausgleich wurde die Aktienkomponente erhöht.

Einen halben Tag pro Woche im Dienst der Jungfraubahn

Weitere 34'000 Franken hat Bieger als Präsident der Verwaltung der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) kassiert. Der Betrag teilt sich in ein Fixum von 22'000 Franken und in eine variable Vergütung von je 2000 Franken pro Sitzung. Macht bei sechs Sitzungen, welche die SGH-Verwaltung vergangenes Jahr abgehalten hat, 12'000 Franken. Hinzu kommen Spesen und die Übernahme von Sozialkosten im kleineren Umfang. Die SGH, eine Gesellschaft des öffentlichen Rechts, vergibt Darlehen an Beherbergungsbetriebe.

Auch bei der Jungfraubahn ist der Verwaltungsrat vergangenes Jahr sechsmal zu einer Sitzung zusammengekommen, wovon eine zweitägig war. Hinzu kamen zwei Sitzungen des Vergütungsausschusses, den Bieger präsidiert. Als Zeitbedarf für sein Jungfraubahn-Mandat nennt er einen halben Tag pro Woche. Bei der SGH sei es weniger.

«Das ist doch befremdlich»

Neben seinem Amt als Rektor arbeitet Bieger an der Universität St.Gallen auch als Professor und als Direktor des Instituts für Systemisches Management und Public Governance. Im druckfrischen Jahresbericht 2017/2018 der Universität heisst es unter dem Punkt «Nebentätigkeiten von Dozierenden»: Diese «können bei einem Beschäftigungsgrad von 100 Prozent in Lehre und Forschung an der HSG maximal einen Tag pro Woche externen Beschäftigungen (...) nachgehen».

Das HSG-Studentenmagazin «Prisma» schrieb über diese Regelung schon vor fünf Jahren: «Zudem ist es doch befremdlich, dass ein Professor zu 100 Prozent vom Kanton St. Gallen entlöhnt wird, aber de facto nur 80 Prozent arbeiten muss. Einen Tag in der Woche darf er nämlich einer Nebentätigkeit nachgehen, für die er sich ebenfalls bezahlen lassen darf, und von diesem Nebenverdienst muss er – im Gegensatz zu Richtlinien anderer Universitäten wie Zürich – nichts abgeben.»

335'000 Franken Verdienst an der Universität

Und wie viel verdient Bieger in seinem Hauptbroterwerb? Laut seinen Angaben sind es rund 335'000 Franken: Das Maximum von 225'000 Franken für seine Professur plus je ungefähr 55'000 Franken Rektoratszulage sowie Funktionszulage als Institutsdirektor. Die Vergütung des Rektors der Universität St.Gallen legt der Regierungsrat fest, auf Antrag des Universitätsrates, der vom kantonalen Bildungschef Stefan Kölliker präsidiert wird.

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