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Bio bleibt beliebt – und wird teurer

2018 stieg der Umsatz mit Biolebensmitteln auf über 3 Milliarden Franken. Dies, weil mehr Produkte verkauft werden und weil diese teils auch immer mehr kosten. Über alle Produktgruppen betrachtet liegt der Biomarktanteil bei fast zehn Prozent.
Raphael Bühlmann
Auch Biofrüchte wie Orangen werden in der Schweiz immer beliebter. (Bild: Timm Schamberger)

Auch Biofrüchte wie Orangen werden in der Schweiz immer beliebter. (Bild: Timm Schamberger)

2018 ist der Umsatz mit Bio­lebensmitteln in der Schweiz auf über drei Milliarden Franken gestiegen – ein Zuwachs von 13,3 Prozent. Wie schon im Vorjahr legte die Westschweiz am stärksten zu. Mit einem Marktanteil von 9,9 Prozent liegt sie praktisch gleichauf wie die Deutschschweiz, die erstmals 10 Prozent erreicht. Auch die italienische Schweiz wuchs stärker als im Vorjahr und hält nun einen Marktanteil von 8,6 Prozent. Dabei legten sämtliche Produktgruppen zu und hoben den Biomarktanteil auf knapp 10 Prozent, wie es an der gestrigen Jahresmedienkonferenz von Bio Suisse in Bern hiess.

Gemäss aktuellem Marktbericht des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) steigt insbesondere der Umsatz mit Käse in Bioqualität – zwischen 2016 und 2018 wuchs dieser um über 20 Prozent. Der Marktanteil erhöhte sich damit von 5 auf 6 Prozent. Insbesondere Gruyère, Mozzarella, Raclettekäse, Emmentaler, Parmesan und Hüttenkäse trugen beim Biokäse zum Umsatzplus bei. Die steigende Bionachfrage beschränkt sich nicht auf den Käse. Im Zeitraum von 2016 bis 2018 erhöhte sich der mengenmässige Bioanteil bei der Konsummilch von 13,6 auf 14,8 Prozent, bei Butter von 7,2 auf 7,7 Prozent oder beim Joghurt von 16,4 auf 16,9 Prozent.

Stärkerer Preisanstieg bei Biofrüchten

Beim Gemüse bleibt die Karotte mit Abstand auf Platz eins der Biohitliste. 19 Prozent des Bio­gemüseabsatzes im Detailhandel ging von 2016 bis 2018 auf ihr Konto, wobei der Absatz letztes Jahr leicht zurückging. Der Preis stieg in den vergangenen Jahren tendenziell an.

Wie bei Gemüse, so gab es laut BLW auch bei Früchten einen Anstieg der Bionachfrage. Der Absatz stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent. Die Mehrverkäufe waren mit einem Plus von 2,9 Millionen Kilogramm etwa gleich hoch wie beim Biogemüse. Biofrüchte machten 12,3 Prozent der Tafelobsteinkäufe aus. Während der durchschnittlich bezahlte Preis für konventionelle Produkte um 4,4 Prozent stieg, war es bei Biofrüchten ein Anstieg von 7,5 Prozent, was ebenfalls zu den steigenden Umsatzzahlen führt.

Laut Bio Suisse entschieden sich in der Schweiz immer mehr Konsumenten für Bio. 56 Prozent legten mittlerweile täglich oder mehrmals wöchentlich ein Bioprodukt in ihren Warenkorb. Haushalte kauften pro Kopf und Jahr für 360 Franken Biolebensmittel ein (Vorjahr: 320 Franken). Auf Stufe Bauernhof bedeutet das, dass rund 7100 Betriebe nach den Richtlinien von Bio Suisse produzieren. Der 1981 gegründete Dachverband vertritt die Interessen seiner Betriebe. Zudem stehen 1000 Verar­beitungs- und Handelsbetriebe unter Knospe-Lizenzvertrag.

Der Schweizer Biolandbau hat einen Anteil am Total der landwirtschaftlichen Nutzfläche von 15,4 Prozent – erstmals 10 Prozent im Talgebiet, fast ein Viertel im Berggebiet.

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