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Bina-Tochter muss gesunden

Zur Meisterung von Exporthürden übernimmt die Bischofszell Nahrungsmittel AG eine Fabrik in Vorarlberg. Diese war ein Sanierungsfall – und rentiert noch nicht.
Thomas Griesser Kym

Bischofszell/Frastanz. Die Bischofszell Nahrungsmittel AG (Bina) hat den angestrebten Kauf eines Produktionsbetriebs im benachbarten EU-Raum (vgl. Ausgabe vom 27. Februar) unter Dach gebracht. Zu einem ungenannten Preis hat der Produktionsbetrieb der Migros die Vorarlberger Weisenhorn Food Specialities GmbH in Frastanz übernommen. Vorerst gehören der Bina 98% des Unternehmens, doch ist beabsichtigt, später auch die restlichen 2% zu erwerben, wie Bina-Sprecher Aurelio Wettstein sagt.

Weisenhorn ist nun in Gastina GmbH umbenannt worden und wird neu geführt von Manuel Herrero, bei der Bina Leiter Beschaffung und Mitglied der Geschäftsleitung.

Konkurrenz als Abnehmer

Gastina produziert gekühlte Fertiggerichte und Frischteigwaren vor allem für den deutschen und österreichischen Markt und beliefert hauptsächlich Discounter wie Aldi (auch Aldi Suisse), Lidl, Penny oder Hofer. 2009 setzten 110 Beschäftigte annähernd 20 Mio. € (28 Mio. Fr.

) um. Die neue Tochter der Bina soll deren Probleme im Export in den EU-Raum lösen, der durch allerlei tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse behindert wird.

Kochen über die Grenze

Laut Wettstein wird Gastina künftig auch gekühlte Convenience-Produkte der Bina für deren Absatz in der EU herstellen. Synergien sieht Wettstein vor allem in der gemeinsamen Entwicklung neuer Produkte. Gut vorstellbar sei zudem, Gastina-Produkte verstärkt in der Schweiz zu vermarkten.

«Wir wollen beide wachsen und möglichst rasch ein europäischer Mitbewerber sein», umreisst Wettstein das Ziel.

Wem die übrigen 2% an Gastina gehören, wollte Wettstein nicht preisgeben. Recherchen ergaben, dass gemäss der Wirtschaftsauskunftei Creditreform die Minderheitsaktionärin die frühere Besitzerin ist, die Weisenhorn Holding AG.

Dabei handelt es sich um eine Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Uznach, die im Sommer 2007 die heutige Gastina als damalige unwirtschaftliche Sparte Convenience-Produkte von der Malbuner Lebensmittel GmbH & Co KG übernommen hatte.

Über beide Ohren verschuldet

Die Malbuner KG war die österreichische Tochter des Liechtensteiner Fleisch- und Wurstwarenherstellers Ospelt.

2007 gab Malbuner nach erfolglosen Anstrengungen zur Restrukturierung und Sanierung den Standort Frastanz auf und veräusserte die Convenience-Sparte an Weisenhorn, die 110 der damals 130 Mitarbeitenden übernahm. Die Marke Malbuner blieb bei Ospelt. 2008 wies die Weisenhorn Food Specialities GmbH noch ein negatives Eigenkapital auf, sprich: Das Unternehmen war überschuldet. Und wie geht es Gastina heute? Wettstein: «Der Betrieb hat eine Gesundung nötig. Wir gehen davon aus, dass er in einem Jahr profitabel ist.»

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