Bewährungsstrafe für Schlecker

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Drogerien Der ehemalige Drogerieunternehmer Anton Schlecker kommt um eine Gefängnisstrafe herum. Ein Gericht in Deutschland verurteilte den 73-Jährigen gestern wegen vorsätzlichen Bankrotts zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe.

Seine Kinder müssen aber ins Gefängnis. Lars Schlecker erhielt eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten, seine Schwester Meike eine von zwei Jahren und acht Monaten. Ihnen gehörte die Logistikfirma LDG, die für die Drogeriekette den Transport der Waren vom Zentrallager in die zeitweise 8000 Filialen abwickelte. Das Landesgericht Stuttgart (Baden-Württemberg) legte ihnen unter anderem Insolvenzverschleppung, Untreue und Beihilfe zum Bankrott zur Last.

Im Prozess ging es im Kern darum, wann Schlecker die drohende Pleite kommen sah. Von diesem Zeitpunkt an hätte er der Firma kein Geld mehr entziehen dürfen. »Er wusste, dass die Firma am Ende war – und hoffte dennoch weiter», sagte der Vorsitzende Richter. Die einst grösste deutsche Drogeriekette hatte im Januar 2012 nach jahrelangen Verlusten Insolvenz angemeldet. (sda)