BETEILIGUNG
Aktionariat: RAG-Stiftung hat Stadler adieu gesagt

Die RAG-Stiftung verabschiedet sich von ihrer Rolle als zweitgrösste Aktionärin des Ostschweizer Schienenfahrzeugbauers. Sie hat ihr Aktienpaket von 4,5 Prozent an Stadler verkauft.

Thomas Griesser Kym
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Der Hauptsitz von Stadler in Bussnang.

Der Hauptsitz von Stadler in Bussnang.

Bild: Andrea Stalder

Vor rund einem Jahr hat die deutsche RAG-Stiftung ihren Aktienanteil am Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer Stadler bereits von 10 auf 4,5 Prozent mehr als halbiert. Nun steigt sie ganz aus.

Dazu bot die RAG Stiftung im Rahmen eines beschleunigten Preisbildungsverfahrens (Bookbuilding-Verfahren) ihre 4,5 Millionen Stadler-Aktien zum Kauf an.

Neu ist Peter Spuhler der einzige Aktionär mit über 3 Prozent an Stadler

Die Stiftung verkaufte ihr Aktienpaket am Dienstag zu 40.25 Franken pro Papier. Damit löste sie 181 Millionen Franken. Die Stadler-Aktie schloss an der Schweizer Börse gleichentags auf 40.76 Franken.

Als die Stiftung ihren Stadler-Anteil vor einem Jahr auf 4,5 Prozent reduzierte, hiess es, sie brauche Liquidität für eine andere Transaktion.

Stadler-Patron Peter Spuhler.

Stadler-Patron Peter Spuhler.

Bild: Tobias Garcia

Grösster Aktionär Stadlers ist Firmenchef und Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler mit 41,6 Prozent. Die RAG-Stiftung war die zweitgrösste Aktionärin. Nach ihrem Ausstieg gibt es ausser Spuhler keinen Teilhaber mehr mit mehr als 3 Prozent an Stadler.