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Bell profitiert von den Töchtern Hügli und Hilcona

Die Bell Food Group hatte im ersten Semester 2019 mit den Marktbedingungen zu kämpfen. Das drückte das Ergebnis in die roten Zahlen. Der Umsatz stagniert.
Stefan Borkert
Abfüllanlage bei Hügli. Bild: PD

Abfüllanlage bei Hügli. Bild: PD

Die Bell Food Group von Coop hat im ersten Semester 2019 einen Verlust von 9,6 Millionen Franken eingefahren. Als Gründe nennt Bell die in China ausgebrochene Schweinepest, die für steigende Preise sorgte. Belastet hat den Gewinn demnach auch der Ausstieg aus dem deutschen Wurstwarengeschäft.

Bei den Bell-Töchtern Hügli in Steinach und Hilcona in Schaan läuft es hingegen rund. Bell-Sprecher Davide Elia betont: «Die Massnahmen bei Hügli greifen. Inzwischen werden die erwarteten Synergien in der Gruppe spürbar. Hügli ist auf gutem Weg.» Zahlen einzelner Firmen der Bell Food Group würden aber nicht publiziert. Er könne aber sagen, dass die Fleischalternativen von Hilcona eine Bereicherung seien. «Die Innovationen von Hilcona kommen wirklich sehr gut an.» Ausserdem würden sich für Hilcona in Deutschland durch die Umnutzung des Standortes Bad Wünneberg neue Möglichkeiten eröffnen.

Ausserplanmässige Kosten beim Wurstverkauf

Die Preise für Schweinefleisch waren Anfang des Jahres in die Höhe geschnellt. Eine Reaktion von Bell darauf und auf den rückläufigen deutschen Wurstmarkt war der Verkauf des deutschen Wurstwarengeschäftes. Dieser schlägt mit ausserplanmässigen Wertberichtigungen in Höhe von 25 Millionen Franken zu Buche, schreibt Bell in einem Communiqué.

Vor den negativen Auswirkungen der hohen Rohmaterialpreise hatte der Nahrungsmittelhersteller schon früh gewarnt. Gemeinsam mit weiteren Kosten drücken diese mit 12 Millionen Franken auf das Ergebnis. Unter dem Strich resultierte den Angaben zufolge ein Verlust von knapp 10 Millionen Franken. Der Umsatz ist mit 2 Milliarden Franken praktisch gleich wie im Vorjahr. In der Schweiz entwickelte sich der Umsatz leicht rückläufig. Dieser sank um 1,4 Prozent oder 13,5 Millionen Franken auf 982 Millionen Franken. Bell führt den Rückgang primär auf den rückläufigen Detailhandel zurück.

Für 2019 geht die Bell Food Group von anhaltend hohen Rohmaterialpreisen beim Schweinefleisch aus. Aus diesem Grund strebt Bell im zweiten Halbjahr unter anderem Preiserhöhungen an.

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