Belegschaft der Air Berlin hofft

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Arbeitsplätze Nach der Insolvenz der Air Berlin gibt es laut der Fluggesellschaft für rund 80 Prozent der über 8000 Beschäftigten gute Jobperspektiven bei den Bietern. Der Flugbetrieb soll zudem bis Anfang November gesichert sein. Am 28. Oktober beginnt der Winterflugplan. Bis 2. Oktober soll der Verkauf grosser Teile der Air Berlin perfekt sein. Dann könne er auch für die mittlere Zukunft eine Buchung empfehlen, sagte gestern Firmenchef Thomas Winkelmann.

Air Berlin verhandelt exklusiv mit dem Marktführer Lufthansa und der britischen Fluggesellschaft Easyjet. Lufthansa will die Air-Berlin-Töchter Niki und Luftverkehrsgesellschaft Walter, die insgesamt 55 Flugzeuge haben, sowie 13 weitere Mittelstreckenflugzeuge. Easyjet will 27 bis 30 der Airbus-Mittelstreckenflieger der Air Berlin, mit denen der Billigflieger vor allem ab Berlin fliegen wolle. Warnungen vor einem Lufthansa-Monopol wies Winkelmann ebenso zurück wie die Befürchtung, Fliegen werde teurer.

Von den Käufern von Teilen des Fluggeschäfts erwartet Air Berlin ab November eine Zwischenfinanzierung bis Ende Jahr. Dann wird die Zustimmung der EU-Kommission zum Verkauf erwartet. Zurzeit hält ein 150-Millionen-Euro-Kredit des Bundes die Airline in der Luft. Die Mitarbeitenden müssen sich bei den Bietern voraussichtlich neu bewerben. Es werde keinen Betriebsübergang geben. Gewerkschaften befürchten, dass mancher Mitarbeiter in diesem Fall deutliche Lohneinbussen erleidet. Für Air Berlins Langstreckengeschäft fand sich kein Interessent. Air Berlin stellt deshalb die Langstrecke bis Mitte Oktober schrittweise ein. (dpa)