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Unternehmensberatung: BDO
investiert in neue Technologien

Die BDO Schweiz hat ein solides Jahr hinter sich. Die Dienstleistungsbranche für Unternehmen und Privatkunden verändert sich. Für kleine Firmen wird es schwieriger.
Rainer Rickenbach
Technologien wie Blockchain stellen Unternehmensberater wie BDO vor ganz neue Aufgaben. (Bild: Patrick Hürlimann/Keystone (Zug, 26. April 2018)

Technologien wie Blockchain stellen Unternehmensberater wie BDO vor ganz neue Aufgaben. (Bild: Patrick Hürlimann/Keystone (Zug, 26. April 2018)

Die Unternehmensdienstleister seien auf Wachstum angewiesen, sagt der BDO-Verwaltungsratspräsident und Zentralschweizer Regionenleiter Heinz Vogel. «Nach der Finanzkrise stiegen die regulatorischen Ansprüche an unsere KMU-Kunden. Die Digitalisierung wiederum ermöglicht schnellere Abläufe in der Unternehmenswelt. Um da mitzuhalten, müssen wir als Firmendienstleister hohe Investitionen in Technologien sowie Know-how tätigen und über eine kritische Grösse verfügen», so Vogel.

Dem fünftgrössten Unternehmensdienstleister der Schweiz ist im vergangenen Jahr ein ordentliches Wachstum ­gelungen. Der Ertrag aus den Dienstleitungen stieg um 3,3 Prozent auf 211,5 Millionen Franken. Zum Wachstum haben alle Unternehmenssparten beigetragen. Besonders wichtig für das stark regional organisierte Unternehmen: Sowohl in der Wirtschaftsprüfung (plus 2,6 Prozent) als auch in der Treuhandsparte (plus 1,7 Prozent) legte es zu. Auf die beiden herkömmlichen Bereiche entfallen rund zwei Drittel des Umsatzes.

Digitalisierung pflügt die ganze Branche um

Ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete die BDO Schweiz indes in Geschäftsfeldern, die heute in den Geschäftszahlen noch keine grosse Rolle spielen, aber viel Zukunftspotenzial in sich bergen. Ein Beispiel dafür sind Blockchain-Lösungen, für die der Unternehmensdienstleister in Zug und Zürich eigens ein Team mit 16 Mitarbeitenden aufgebaut hat (siehe Kasten). Vogel: «Die neuen Technologien verändern unsere Arbeit stark. Wir investieren viel, um bei den digitalisierten Abläufen erfolgreich zu sein.» Heute ist die BDO «hybrid» unterwegs – sie bietet den Kunden nach Wunsch ihre Dienstleistungen sowohl auf dem Weg über das herkömmliche Papier als auch über virtuelle Kanäle an. Vogel: «Die Zahl der Kunden, die vorab digital mit uns korrespondieren, wächst aber von Jahr zu Jahr. In der Treuhand-Sparte liegt ihr Anteil bereits bei 40 Prozent.»

Digital verwaltete Aktien Blockchain

Seit Februar können Schweizer Unternehmen ihre Aktien und Partizipationsscheine digital auf der Blockchain über die Plattform Daura herausgeben und verwalten. Die BDO wirkt beim Aufbau der neuen Plattform als strategische Partnerin mit. «Blockchain macht den Handel einfacher und schneller. Das wird den Markt enorm verändern», sagt Roman Andermatt. Er leitet die Blockchain-Expertengruppe der BDO in Zug und Zürich, das Team setzt sich aus 16 Mitarbeitenden zusammen. «Die Digitalaktien sind auf der Blockchain sicher abgespeichert, und die Beteiligten haben direkten Zugriff darauf», so Andermatt. Die Zugriffsmöglichkeiten sind nicht mehr an Geschäfts- und Börsenzeiten gebunden, sondern rund um die Uhr möglich. Zudem bieten solche Portale jederzeit die Übersicht, wo die Aktionäre zu Hause sind, was beispielsweise bei Firmenverkäufen oder Generationenwechseln die Abläufe beschleunigt.

Die Digitalisierung pflügt die ganze Branche um. Von den kleinen Treuhandbüros, in denen eine Handvoll Fachleute ihre treuen Stammkunden betreuen, gibt es zwar immer noch viele, die durchaus erfolgreich unterwegs sind. Doch die wenigsten sind in der Lage, hohe Beträge in die neuen Technologien zu investieren. Vogel: «Für einen Teil der Arbeitsschritte arbeiten sie deshalb mit uns oder einem anderen grossen Dienstleister zusammen.» Die Digitalisierung verändert nicht nur das Zusammenspiel mit den Kunden, sondern strafft auch die internen Abläufe.

Die BDO ist gut in das laufende Jahr gestartet, im ersten Quartal verharrte das Wachstum bei gut 3 Prozent. Einen Schub dürfte es geben, falls die Stimmberechtigten am 19. Mai die Unternehmenssteuerreform annehmen. «Schon am Tag danach lösen die neuen Regeln Aufträge aus», so Vogel.

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