Bauwerk Parkett investiert in St. Margrethen

ST. MARGRETHEN. Bauwerk Parkett, grösster Parketthersteller der Schweiz, baut den Produktionsstandort in St. Margrethen für über 3 Mio. Fr. aus.

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ST. MARGRETHEN. Bauwerk Parkett, grösster Parketthersteller der Schweiz, baut den Produktionsstandort in St. Margrethen für über 3 Mio. Fr. aus. Zum einen stocke das Unternehmen mit der Investition «in die modernste Oberflächenbearbeitungslinie Europas» die Kapazität auf und setze technologische Massstäbe, heisst es in einer Mitteilung. Ausserdem würden in der vergrösserten Parkettwelt St. Margrethen 320 Parkettböden aus eigener Produktion gezeigt.

Teil der Wachstumsstrategie

Am Rheintaler Standort werden aktuell 273 Mitarbeitende beschäftigt. Der Ausbau des Hauptstandorts St. Margrethen – zum Kompetenzzentrum einer mittlerweile weltweit tätigen Gruppe – ist «logische Konsequenz der Wachstumsstrategie».

Rund 1 Mio. Fr. investierte die Bauwerk Boen Group in die Oberflächenbearbeitungslinie. Die Anlage steigere mit 65 m Länge, unterschiedlichen Trocknungszonen und individueller Steuerungstechnologie die Durchlaufzeiten. Klaus Brammertz, Chef der Bauwerk Boen Group, hält auf Anfrage fest: «Mit dem Geschäftsverlauf dieses Jahres sind wir sehr zufrieden, da die Produkte unserer Marken Bauwerk und Boen international sehr gefragt sind.» Man wachse im insgesamt stagnierenden europäischen Marktumfeld. «Parkett ist weiterhin im Trend.»

Frankenstärke bleibt Thema

Laut Brammertz sind die Ergebnisse allerdings stark beeinträchtigt von der Frankenstärke. Die Marke Bauwerk vermarkte überwiegend Produkte, die in St. Margrethen gefertigt würden. «Der Wettbewerb besteht dagegen fast ausschliesslich aus Importware, die von Schweizer Grossisten überwiegend auf Eurobasis importiert wird.» In Konsequenz gewähre man gegenwärtig einen 7%igen Eurobonus, der mehrheitlich die eigene Marge schmälere.

In St. Margrethen wird laut Brammertz «nach Vereinbarung mit unserem Betriebsrat bis auf weiteres eine Stunde pro Woche zusätzlich gearbeitet»; das seien 43 Wochenstunden inklusive bezahlter Frühstückspause. (T. F.)