Bauwerk Parkett baut den Standort St.Margrethen aus

Das Unternehmen erhält einen Wirtschaftspreis und wertet das Werk und den Hauptsitz im Rheintal auf.

Thomas Griesser Kym
Drucken
Teilen
Die Bauwerk Boen Group baut ihren Hauptsitz und das Parkettwerk am Standort St.Margrethen aus. (Bild: Urs Bucher, 22. August 2017)

Die Bauwerk Boen Group baut ihren Hauptsitz und das Parkettwerk am Standort St.Margrethen aus. (Bild: Urs Bucher, 22. August 2017)

Mit 1700 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von 292 Millionen Franken zählt die Bauwerk Boen Group zu den führenden Parkettherstellern Europas. Nun wird das Unternehmen, dessen Stammhaus Bauwerk Parkett AG und administrativer Hauptsitz in St.Margrethen liegen, mit dem «Preis der Rheintaler Wirtschaft 2020» ausgezeichnet. Laut Jury-Präsidentin Brigitte Lüchinger will man damit «die Leistung, das Engagement und die Erfolge» des Unternehmens würdigen. Firmenchef Klaus Brammertz sagt, «die Wahl ist auch eine Auszeichnung für all unsere Mitarbeitenden und den Wirtschaftsstandort Rheintal, wo wir uns sehr wohl fühlen und weiter wachsen wollen».

Klaus Brammertz, Chef der Bauwerk Boen Group. (Bild: PD)

Klaus Brammertz, Chef der Bauwerk Boen Group. (Bild: PD)

In der Tat: In den vergangenen Monaten sind am Produktionsstandort St.Margrethen erhebliche bauliche Veränderungen sichtbar geworden. Der Hauptsitz der Bauwerk Boen Group werde «aufgewertet und ausgebaut», schreibt das Unternehmen in einer Einladung zu einer Medienkonferenz mit den beiden Themen Entwicklung des Standorts St.Margrethen und Geschäftsgang, die in zwei Wochen stattfindet.

Probleme mit dem Absatz und im kroatischen Werk

Der Ausbau des Werks St.Margrethen ist eine gute Nachricht. Denn vergangenes Jahr lief es dem Unternehmen nicht ganz so rund. Zwar konnte der Umsatz um 2,4 Prozent gesteigert werden, doch ohne Währungseinflüsse reduziert sich das Plus auf 0,3 Prozent. Ein rückläufiger Parkettverbrauch in den wichtigen Absatzländern Deutschland und Norwegen drückten auf die Verkaufsmenge, wobei Bauwerk Boen immerhin weniger Einbussen erlitt als der Gesamtmarkt. Hinzu kamen mehrere Probleme im ausgebauten Produktionswerk in Kroatien, die von zu wenig Fachpersonal über einen Mangel an Rohstoff bis zu Schwierigkeiten mit der Holzqualität reichten.

Als Folge all dieser negativen Einflüsse sank 2018 der Reingewinn um 16 Prozent auf 9,7 Millionen Franken und das Betriebsergebnis um 23 Prozent auf 16,9 Millionen. Für 2019 strebt die Bauwerk Boen Group eine Umsatzsteigerung und eine leichte Verbesserung der operativen Marge an. Mehrheitsaktionärin der Bauwerk Boen Group ist eine Tochter der Ernst-Göhner-Stiftung. Wirtschaftspionier Ernst Göhner hatte die Bauwerk Parkett 1944 gegründet.

Bei Bauwerk Parkett ist der Holzwurm drin

Rückläufige wichtige Märkte und mehrere Probleme am ausgebauten Produktionsstandort Kroatien haben der Bauwerk Boen Group das Ergebnis vermasselt. Für das laufende Jahr zeigt sich die Parkett-Gruppe mit Sitz in St.Margrethen zuversichtlich.
Thomas Griesser Kym

«Alle wollen Eiche aus Kroatien»

Die Bauwerk Boen Group hat in Kroatien ein hochmodernes Sägewerk eröffnet. Das Werk sichert Arbeitsplätze vor Ort, aber auch in der Schweiz bei Bauwerk Parkett in St.Margrethen. Die begehrten Eichen werden in unmittelbarer Nachbarschaft geschlagen.
Stefan Borkert, Đurđevac