Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Baupläne für ein neues Werk in Indonesien: Stadler hat hohen Besuch empfangen

Die Pläne des Schienenfahrzeugherstellers zum Bau eines Werks in Indonesien konkretisieren sich. Während Stadler den Ball noch flach hält, spricht der Industrieminister bereits von einer Vereinbarung und von bis zu 2000 Jobs.
Thomas Griesser Kym
Produktion am Stadler-Hauptsitz in Bussnang. (Bild: Reto Martin (15. Juni 2018))

Produktion am Stadler-Hauptsitz in Bussnang. (Bild: Reto Martin (15. Juni 2018))

Im Osten der indonesischen Insel Java eine Fabrik bauen und von dort aus asiatische Märkte sowie Australien erobern: An diesem Projekt arbeitet Stadler zusammen mit dem lokalen Hersteller PT Inka im Rahmen eines möglichen Joint Ventures. Stadler selber gibt sich noch zurückhaltend: «Wir führen erste Gespräche», sagt Firmensprecherin Marina Winder. Tatsache aber ist: Vergangenen Freitag war am Stadler-Hauptsitz in Bussnang der indonesische Industrieminister Airlangga Hartarto zu Gast, wobei er seinen Besuch am Davoser Weltwirtschaftsforum zu einem Abstecher in den Thurgau nutzte.

Gewaltige Dimensionen

In einer anschliessend in Indonesien publizierten Medienmitteilung heisst es, die staatliche PT Inka habe mit Stadler bereits «eine Vereinbarung unterzeichnet». Minister Hartarto schätze, dass die geplante Fabrik dereinst «bis zu 2000 Personen» beschäftigen könne. In einer ersten Phase seien auf 12 Hektaren (das entspricht 17 Fussballfeldern) oder einem Siebtel des von PT Inka bereit zu stellenden Geländes Investitionen von umgerechnet 35 Millionen Franken vorgesehen. Längerfristig rechne man mit Investitionen von insgesamt 210 Millionen Franken.

Der indonesische Industrieminister Airlangga Hartarto vergangene Woche am Weltwirtschaftsforum in Davos (Bild: Manuel Lopez/PD (24. Januar 2019))

Der indonesische Industrieminister Airlangga Hartarto vergangene Woche am Weltwirtschaftsforum in Davos (Bild: Manuel Lopez/PD (24. Januar 2019))

Während PT Inka das Bauland in das Projekt einbringen soll, werde Stadler Technologie, Maschinen und seine Markterfahrung dazu beitragen, heisst es weiter. Laut Hartarto wird erwartet, dass «die Kooperation den Exportmarkt für beide Unternehmen erweitert», vor allem in Südostasien und angrenzende Ge­biete. Während Stadler reichere Märkte wie Singapur oder Australien anpeilen könnte, lege PT Inka den Fokus auf ärmere Länder wie Bangladesh, Indien, die Philippinen und Sri Lanka.

Vom leichten Schienenfahrzeug bis zu Hochgeschwindigkeitszügen

Die geplante Fabrik in Banyuwangi soll laut Hartarto in der La­ge sein, verschiedene Arten von Zügen herzustellen, beginnend mit Fahrzeugen für den Light Rail Transit (LRT), also für den Nah- und den Regionalverkehr, über U-Bahn-Züge bis hin zu Hochgeschwindigkeitszügen. Das Werk soll auf eine Produktionskapazität von vier Wagen pro Tag oder über 1000 pro Jahr ausgerichtet werden. In Asien konnte Stadler bisher noch nichts verkaufen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.