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Basiskonsumgüter-Aktien sind fürs Leben

Der Jahresbericht von Berkshire Hathaway, dem Investmentvehikel des weltweit womöglich erfolgreichsten Investors Warren Buffet, erwähnt in den Fussnoten fünf Beteiligungen mit Namen. Drei dieser fünf Gesellschaften (Coca-Cola, Kraft und Procter & Gamble) gehören zur Basiskonsumgüterindustrie.

Der Jahresbericht von Berkshire Hathaway, dem Investmentvehikel des weltweit womöglich erfolgreichsten Investors Warren Buffet, erwähnt in den Fussnoten fünf Beteiligungen mit Namen. Drei dieser fünf Gesellschaften (Coca-Cola, Kraft und Procter & Gamble) gehören zur Basiskonsumgüterindustrie. Dies ist in unseren Augen kein Zufall.

Produkte des täglichen Bedarfs – von A wie alkoholfreies Bier bis Z wie Zahnpasta – sind im Supermarkt zu finden.

In Anlehnung an den britischen Autoren George Orwell sind nun nicht alle Produkte gleich, sondern manche sind gleicher. UBS Wealth Management Research unterscheidet bei diesen Produkten nach Wachstum, Konkurrenzsituation und Innovationszwang.

Instantsuppen oder Seife gehören zu den Produkten, die in den entwickelten Märkten eher stagnieren. Es gibt ein paar Kategorien, die etwas schneller wachsen als das Bruttoinlandprodukt. Dazu zählt UBS Wealth Management Research gewisse Milchprodukte oder Hautpflegemittel.

In den Schwellenländern wachsen beinahe alle Kategorien schneller als in Europa oder den USA.

Gedränge beim Mineralwasser

Bei Mineralwasser herrscht viel Gedränge in den Regalen; eine Reihe von Abfüllern nebst den Supermärkten mit ihren Eigenmarken bieten faktisch das gleiche Produkt an. Ganz anders ist die Situation beim Kaugummi. Hier hat sich ein übersichtliches und margenträchtiges Oligopol entwickelt.

Beim Innovationszwang gilt für UBS Wealth Management Research: «weniger ist mehr». Ein Ausflug in die Technologiebranche macht dies deutlich. Ein Mobiltelefon kann binnen Monaten durch ein Konkurrenzprodukt fast vollständig verdrängt werden. Dies ist bei Schokoladeriegeln undenkbar. Sie lassen sich bei Licht betrachtet kaum verbessern, können also auch nicht durch einen «innovativen» Schokoladeriegel der Konkurrenz über Nacht ihre Marktposition verlieren.

Unser Paradebeispiel für die Kategorie, die fast alle positiven Eigenheiten verbindet, ist das Lagerbier. Wenn auch der Verbrauch bei uns stagniert, so existiert doch ein Trend zum teuren «Premiumbier», und in den Schwellenländern verdrängt Bier den selbstgebrannten Schnaps. In den Regalen teilen sich auf fast der ganzen Welt, trotz Markenfülle, jeweils nur zwei, vielleicht drei Anbieter den Markt.

Sie füllen eine im Grunde recht homogene und seit vielen Jahren unveränderte Flüssigkeit in vielerlei Flaschen und Dosen, bekleben diese mit noch mehr Etiketten und verkaufen sie dann.

Attraktive Kategorie

In unseren Augen ist Bier eine hervorragende Grundlage, um noch lange wachsende Umsätze, Gewinne und Dividenden zu erzielen.

Es gibt andere, ähnlich attraktive Kategorien (etwa Babynahrung, Tiefkühlpizza), doch sind diese häufig Teil eines Konzerns, Teil eines Konglomerats mit weniger attraktiven Kategorien. Am Ende muss schliesslich auch noch der Preis stimmen, den man für die Aktie zahlt – und Warren Buffet jedenfalls scheint kein grosser Anhänger des Gerstensafts zu sein, er setzt vielmehr (und unter anderem) auf Erfrischungsgetränke, Schokolade, Windeln und Nassrasierer.

Urs Kundert,

UBS-Regionaldirektor Ostschweiz

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