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BANKEN: UBS poliert ihre Geschlechter-Statistik

Durch die Reorganisation bei der Vermögensverwaltung steigt die UBS-Managerin Christine Novakovic auf. Die Schweiz hat in Sachen Frauenförderung aber noch Aufholbedarf.
Daniel Zulauf

Daniel Zulauf

Dieser Tage hat die Grossbank UBS die Zusammenlegung der globalen Vermögensverwaltungsdivision mit der bislang als eigenständige Division geführten Schwester-Organisation «Wealth Management USA» angekündigt. Diese Reorganisation verhilft der 53-jährigen UBS-Managerin Christine Novakovic zu einem grossen Karrieresprung. Die Südtirolerin übernimmt ab Februar die Verantwortung für das ­Wealth Management in Europa, im Nahen Osten und in Afrika.

Sie erhält damit die Zuständigkeit für die grösste und ertragsstärkste Marktregion innerhalb der Flaggschiff-Division der UBS. Novakovic war zuletzt Leiterin der Investment-Bank in der Schweiz.

Sie wird schon seit geraumer Zeit als Kandidatin für einen Top-Job in der Bank gehandelt. Doch im Rennen um die Leitung des Schweizer Privat- und Firmenkundengeschäftes wurde sie im Frühjahr 2016 vom ehemaligen Commerzbank-Chef Martin Blessing ausgestochen.

Frauenförderung als strategisches Thema

Blessing steht auch jetzt wieder über Novakovic. Er wurde am Dienstag zusammen mit Tom Naratil, Leiter von US-Wealth-Management, als Co-CEO der neuen Superdivision ernannt. Novakovic stösst in der UBS-­Hierarchie aber trotzdem in die vordersten Ränge vor. Ihre Berufung wurde anlässlich der Jahrespressekonferenz Anfang dieser Woche nicht offiziell bekannt gemacht. Gemeldet hat sie die Schweizer Onlineplattform «Finews» mitsamt einer Bestätigung der Bank.

Christine Novakovic studierte Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht an der renommierten Luigi Bocconi Universität in Mailand. Sie war für verschiedene Banken tätig, bis sie 2005 in den Vorstand der Bayrischen Hypo- und Vereinsbank berufen wurde. Nach deren Übernahme durch Unicredit schied sie aus und begann eine Tätigkeit im Kunsthandel. Seit 2011 ist sie für UBS tätig. Novakovic übernimmt die Position von Paul Raphael. Seine Zukunft innerhalb oder ausserhalb der UBS ist noch offen. Der UBS-Verwaltungsrat hat Frauenförderung unlängst zu einem strategischen Ziel erklärt. Ein Drittel der Spitzenkräfte in der Vermögensverwaltungsdivision sollen dereinst weiblich sein, hatte Verwaltungsratsprä­sident Axel Weber schon vor geraumer Zeit versprochen. Auch im Aufsichtsgremium wird eine paritätische Besetzung der Geschlechter angestrebt.

Die Schweiz ist kein Musterland in Sachen Frauenförderung. Statistiken zeigen, dass nur gerade fünf Prozent der Topmanagementpositionen mit Frauen besetzt sind. Das ist im internationalen Vergleich ein extrem niedriger Wert.

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