BANKEN
Acrevis steigert Gewinn im Jubiläumsjahr

Die Ostschweizer Regionalbank verzeichnet im ersten Semester dieses Jahres einen Gewinn von 10,7 Millionen, 6,4 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Das Ergebnis beruht vor allem auf der Vermögensverwaltung.

Kaspar Enz
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Der Hauptsitz der Acrevis Bank in St.Gallen.

Der Hauptsitz der Acrevis Bank in St.Gallen.

Urs Bucher

Das erfolgreiche Resultat, das die Ostschweizer Regionalbank Acrevis im ersten Semester vorlegt, basiert vor allem auf dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Hier legte der Ertrag um knapp 1,5 Millionen auf 12,9 Millionen Franken zu, eine Steigerung um 12,8 Prozent. Grund dafür sind die gesteigerten Depotvolumen und die Handelsaktivitäten der Kunden. Die der Bank anvertrauten Volumen legten um 567 Millionen auf 5,5 Milliarden zu. Ein Treiber des Wachstums sei auch das neue, nachhaltige Anlageprodukt «acrevis invest expert Nachhaltigkeit», heisst es in der Mitteilung.

Auch Zinsaufwand ist tiefer

Das wichtigste Geschäft der Bank, das Zinsgeschäft, blieb dagegen stabil. Der Ertrag stieg um 155'000 Franken auf 21,46 Millionen. Trotz Ausweitung der Ausleihungen sank der Ertrag aus den Zinsen. Gleichzeitig sank aber der Zinsaufwand. «Der Ertrag sinkt, da immer wieder ältere Hypotheken zu günstigeren Zinsen erneuert werden», sagt Acrevis-CEO Michael Steiner. «Auf der anderen Seite können wir auslaufende Pfandbriefdarlehen zu Sätzen um 0 Prozent erneuern.»

Unter dem Strich resultierte ein Geschäftserfolg von 12,5 Millionen Franken, sechs Prozent über der Vorjahresperiode, und ein Halbjahresgewinn von 10,74 Millionen, 6,4 Prozent mehr als im ersten Semester 2020. Die Bilanzsumme stieg um 31 Millionen auf 4,9 Milliarden. Die Eigenkapitalquote beträgt 18 Prozent.

Acrevis Bank Halbjahresergebnis

In Mio. Franken 1. Hj 20 1. Hj 21 Veränderung (%)
Bilanzsumme 4874 4906 0,6
Kundenausleihungen (Netto) 3858 3881 0,6
Depotvolumen 4972 5538 11,4
Geschäftserfolg 11,1 12,5 6
Halbjahresgewinn 10,1 10,7 6,4

Viele Banken hatten im ersten Semester Reserven und Wertberichtigungen aufgelöst, mit denen sie sich im Vorjahr gegen die Risiken der Coronapandemie wappnen wollten. Nicht die Acrevis Bank. «Wir sind hier zurückhaltender», sagt Michael Steiner. Die Wertberichtigungen lagen dieses Halbjahr nur wenig unter dem Wert der Vorjahresperiode. «Diese Sache ist noch nicht abgeschlossen», sagt er.

Bereits einige Covid-Kredite zurückbezahlt

Die Bilanz der Covid-Notkredite, die Acrevis letztes Jahr gewährte, ist aber positiv: Bereits rund 15 Prozent seien zurückgezahlt. Insgesamt habe es nur wenige Ausfälle zu Beginn der Pandemie gegeben.

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