Bank Linth: Neue Geschäftsstellen auf Kurs

Gemäss ihrem Halbjahresergebnis ging der Gewinn der Bank Linth im Vergleich zum Vorjahr zurück. Grund ist der höhere Geschäftsaufwand.

Merken
Drucken
Teilen

UZNACH. In ihrem Halbjahresergebnis weist die Bank Linth einen Reingewinn von 7,8 Millionen Franken aus. Das sind 13,4 Prozent weniger als im Sommer letzten Jahres. Als Grund gibt die Bank in erster Linie den Aufbau der neuen Geschäftsstellen in Erlenbach und Winterthur an: Deren Kosten fallen auch während des Aufbaus schon voll an. «Dies haben wir in unseren Planungen vorgesehen. Wer in Zukunft erfolgreich sein will, muss heute investieren», kommentiert David Sarasin, Geschäftsleitungsvorsitzender der Bank Linth. Mit dem Betrieb der neuen Filialen ist Sarasin aber sehr zufrieden: «Beide Standorte erfüllen unsere Erwartungen, in Winterthur werden sie sogar übertroffen.»

Erfolgreiche Zusammenlegung

Zu höheren Aufwänden führten auch die Zusammenlegung von Dienstleistungen im Bereich Zahlungsverkehr und Wertschriftenabwicklung innerhalb der Liechtensteinischen Landesbank Gruppe (LLB). Davon versprechen sich die Bank Linth und die LLB-Gruppe Kosten- und Qualitätsvorteile. Seit 4. Juni 2012 sei die zentralisierte Einheit operativ tätig. Der grössere Teil der von der Zusammenlegung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte erfolgreich innerhalb der Bank Linth oder der LLB-Gruppe eingesetzt werden. Dennoch seien Kosten für den Sozialplan angefallen, die nun das Ergebnis im ersten Halbjahr beeinflussen.

Bilanz legt zu

Gegenüber dem 31. Dezember 2011 erhöhte sich die Bilanzsumme um knapp 105 Millionen Franken auf 5,2 Milliarden. Die Kundenausleihungen konnten um rund 76 Millionen gesteigert werden. Das Wachstum bei den Hypothekarforderungen nahm um 2,4 Prozent oder 98,5 Millionen Franken zu. Die Kundengelder wuchsen gegenüber Ende 2011 um knapp 163 Millionen Franken auf 3,6 Milliarden.

Während der Erfolg aus dem Zinsgeschäft um 0,3 Millionen Franken zulegte, lag der Erfolg aus dem Handelsgeschäft mit 1,8 Millionen Franken leicht unter dem Vorjahreswert. (red.)