Bank Coutts muss Gewinn abliefern

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1MDB-Skandal Die Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma) hat im Zusammenhang mit dem Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB ein weiteres Verfahren abgeschlossen. Sie sanktioniert die in Abwicklung stehende Bank Coutts mit 6,5 Mio. Franken. Dabei handelt es sich um ­jenen Teil des Gewinns, den die Privatbank unrechtmässig erzielt hat. Coutts habe schwer gegen Geldwäschereibestimmungen verstossen, begründet die Finma ihren Entscheid. Gegen die verantwortlichen Bankmitarbeiter wird nun ein Verfahren geprüft.

Im 1MDB-Skandal geht es um unterschlagene Gelder: Verwandte und Vertraute des malaysischen Regierungschefs Najib Razak sollen mit Geld aus dem Staatsfonds unter anderem Luxuswohnungen in New York und Gemälde von van Gogh gekauft haben. Mehrere Milliarden Dollar verschwanden in dunklen Kanälen. Der Fonds ist mittlerweile hochverschuldet.

Die Finma hat im Zusammenhang mit dem Skandal bei mehreren Schweizer Banken Abklärungen und Verfahren durchgeführt. Eine Untersuchung ge­gen die UBS läuft noch. Am härtesten hat die Finma bisher im Fall der Tessiner Bank BSI durchgegriffen, die aufgelöst wurde. Bei der Zürcher Falcon-Bank wurde neben einer Geldsanktion die Geschäftstätigkeit des Instituts stark eingeschränkt. (sda)