Der Stabmixer hat noch Potenzial: Bamix holt neuen Chef an Bord

Das Thurgauer Unternehmen will mit einem frischen Geschäftsleiter das Wachstum beleben. Der designierte Chef Martin Schmied bringt viel Erfahrung in Führung und Verkauf mit.

Thomas Griesser Kym
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Bamix-Stabmixer, produziert in Mettlen im Kanton Thurgau. (PD)

Bamix-Stabmixer, produziert in Mettlen im Kanton Thurgau. (PD)

Seit 2002 sind Hans Jud und Erich Eigenmann die Eigentümer der Bamix-Gruppe. Diese zählt 60 Mitarbeitende und ist weltweit bekannt für ihren Stabmixer. Alle Geräte werden am einzigen Produktionsstandort in Mettlen zwischen Bürglen und Wil mit viel Handarbeit hergestellt.

In den letzten 17 Jahren habe sich die Bamix-Gruppe unter Firmenchef Eigenmann von einem Nischenanbieter zu einer international bekannten Marke entwickelt. Man habe die Auslandpräsenz verdoppelt, die Verkaufszahlen Jahr für Jahr gesteigert und die Qualität der Produkte und Prozesse ständig verbessert.

Ein Neuer soll das Geschäft forcieren

Der designierte Geschäftsführer Martin Schmied. (PD)

Der designierte Geschäftsführer Martin Schmied. (PD)

Aktuelle Marktanalysen zeigen aber, dass das globale Potenzial der Stabmixer «noch lange nicht ausgeschöpft» sei. Um das Wachstumspotenzial zu nutzen, neue Märkte zu erschliessen und bestehende weiter auszubauen, holt die Bamix-Gruppe per kommenden 1. April einen neuen Geschäftsführer: Martin Schmied ist 47, hat Betriebswirtschaft studiert und bei Firmen wie Tesla oder Harley-Davidson Chefpositionen in der Schweiz innegehabt.

Erich Eigenmann bleibt im Verwaltungsrat und wird Schmied beratend unterstützen. Bamix wurde 1954 gegründet. Erfinder des Stabmixers war Roger Perrinjaquet. 1960/61 wurde das Werk in Mettlen gebaut. Zwischendurch, von 1964 bis 1971, gehörte die Firmengruppe auch zum US-Mischkonzern General Electric.