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Autoneum: Rückkehrer soll es richten

Matthias Holzammer soll als CEO die Probleme des Autozulieferers in Nordamerika lösen. Dabei hatte er Autoneum Anfang Jahr verlassen.
Kaspar Enz
In Sevelen steht der einzige Schweizer Produktionsstandort der Autoneum. (Bild: Gaëtan Bally/keystone)

In Sevelen steht der einzige Schweizer Produktionsstandort der Autoneum. (Bild: Gaëtan Bally/keystone)

Mit Problemen in Nordamerika kämpft Autoneum schon länger. Die dortige Betriebseinheit verzeichnete schon 2018 hohe Verluste, wie es bei der Präsentation des Jahresergebnisses hiess. Grund waren Probleme in zwei Werken. Ein Turnaround-Programm habe zwar Fortschritte erzielt, hiess es noch im Sommer. Trotzdem belasteten die Probleme weiter das Ergebnis des Konzerns, der in Sevelen einen Produktionsstandort hat.

Die Lösung der «tiefgreifenden operativen und kommerziellen Probleme in Nordamerika» werde aber mehr Zeit einnehmen als erwartet, meldet der Winterthurer Automobilzulieferer. Für die Bewältigung dieser Aufgabe setzt der Verwaltungsrat des börsenkotierten Unternehmens auf eine neue Führung. CEO soll neu Matthias Holzammer werden, der damit zu Autoneum zurückkehrt.

Erfahrung bei Turnarounds und in Produktion

Dass man ihm die Restrukturierung zutraut kommt nicht von Ungefähr. Holzammer hatte ab 2012 die europäische Division des Konzerns restrukturiert und zu einem hochprofitablen Teil des Konzerns gemacht. Ende Januar hatte er aber den Autoneum-Konzern verlassen, um sich auf die Suche nach neuen Herausforderungen zu machen, sagt Autoneum-Sprecherin Anahid Rickmann. Für den Wirtschaftsingenieur Holzammer habe insbesondere seine operative Expertise und seine Erfahrungen in der Produktion gesprochen, so Rickmann.

Matthias Hirzel ist neuer CEO von Autoneum. (Bild: PD)

Matthias Hirzel ist neuer CEO von Autoneum. (Bild: PD)

Diese Expertise werde der neue CEO nun mit höchster Priorität einsetzen, um die Business Group Nordamerika schnellstmöglich in die Profitabilität zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung. Die Probleme dort scheinen vor allem in zwei Werken begründet. «Autoneum wollte in Nordamerika neue Produkte für neue Kunden in neuen Werken herstellen», fasst Rickmann die Probleme zusammen. «Die Herausforderung dieses Unterfangens wurden unterschätzt.»

Hirzel geht einvernehmlich

Der Wechsel an der Spitze bedeutet den Abgang des bisherigen CEO Martin Hirzel. «Die Trennung erfolgte einvernehmlich», sagt Rickmann. Hirzel war bisher der einzige CEO des Unternehmens, das 2011 aus der Aufspaltung des Rieter-Konzerns hervorging. «Martin Hirzel hat Autoneum zu dem gemacht, was es heute ist», ehrt ihn Verwaltungsratspräsident Hans-Peter Schwald.

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