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Auto AG verzeichnet Rekordumsatz und setzt neu auf Elektro-Transporter

Das Transportunternehmen Auto AG Group organisiert seine Geschäfte neu. Das grösste Wachstumspotenzial ortet man bei elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeugen – eine Typenprüfung für die Zulassung eines chinesischen Transporters ist hängig.
Raphael Bühlmann
Der Firmensitz der Auto AG Group in Rothenburg. (Bild: Nadia Schärli (16. April 2019))

Der Firmensitz der Auto AG Group in Rothenburg. (Bild: Nadia Schärli (16. April 2019))

Die Auto AG Group blickt auf ein äusserst erfreuliches Geschäftsjahr 2018 zurück. Mit 395 Mitarbeitenden setzte das Rothenburger Transportunternehmen im vergangenen Jahr 121,2 Millionen Franken um – so viel wie noch nie. Das Ergebnis auf Stufe Ebitda mit 8,5 Millionen Franken und Gewinn mit 2,8 Millionen liegt zwar hinter den Vorjahresergebnissen, doch ist es, laut Unternehmensführung, im Bereich des zu Erwartenden.

Das Transportunternehmen bleibt mit einer Eigenkapitalquote von 48,3 Prozent (+3,3 Prozent) gut aufgestellt und schlägt der Generalversammlung eine Dividende von 11 Franken vor (Vorjahr 10 Franken plus 2 Franken Jubiläumsausschüttung pro Aktie). In deren Genuss kommen dürften heuer insgesamt 642 Aktionäre, vor allem Kleinaktionäre, doch: «Wir stellen fest, dass sich seit einiger Zeit auch institutionelle Anleger für die Auto AG interessieren, sagte Verwaltungsratspräsident Georges Theiler an der Bilanzmedienkonferenz am Dienstag am Hauptsitz in Rothenburg. Es sei ein gutes Zeichen, wenn man auf dem Radar der Pensionskassen auftauche, so Theiler.

10'000 Quadratmeter Bürofläche in Rothenburg

Dem zuträglich dürften auch die am Dienstag präsentierten Zahlen sein. Organisch gewachsen ist die Auto AG Group in erster Linie dank dem Handel mit Nutzfahrzeugen. Die Sparte steuert heute mehr als die Hälfte zum Gruppenumsatz bei. «Insgesamt verkaufte die Auto AG im vergangenen Jahr 1802 Fahrzeuge – gegenüber Vorjahr ein Zuwachs von 3,7 Prozent», sagte CEO Marc Ziegler am Dienstag in Rothenburg. Besonders gefragt gewesen seien leichtere Nutzfahrzeuge. Ein Bereich, in dem das Transportunternehmen weiteres Wachstumspotenzial ortet und derzeit entsprechend investiert. Man sei überzeugt, dass die Elektromobilität im Bereich der kleinen Nutzfahrzeuge in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen werde.

Um diesen Trend nicht zu verpassen, lässt die Auto AG derzeit bei einem Modell der chinesischen Shanghai Automotive Industry (Saic) die Typenprüfung durchführen. «Das 3,5-Tonnen-Fahrzeug hat eine Reichweite von rund 200 Kilometern und ist gerade für lokal tätige Handwerker ideal», ist Ziegler zuversichtlich. Bei der Auto AG rechnet man damit, dass die ersten Elektro-Transporter noch im Juli ausgeliefert werden können. Es sei wichtig, dass man trotz des Wachstums auch im Handel am Ball bleibe. Denn die Margen im Verkauf seien in den letzten Jahren um 30 bis 40 Prozent geschmolzen.

Umsatzmässig zugelegt hat die Auto AG auch im ­Bereich Werkstatt, hier insbesondere mit Ersatzteilen. Dazu beigetragen habe, dass das neue Nutzfahrzeugcenter im zürcherischen Weiningen im vergangenen Jahr den Betrieb und damit die MAN-Vertretung voll aufgenommen habe. Erweitert werden sollen auch die Gebäudeflächen in Rothenburg. Das Baugesuch für den Gewerbepark mit 10'000 Quadratmetern Büro-oder Gewerbefläche und einem Parkhaus mit knapp 450 Parkplätzen sei im Januar eingereicht worden.

Emmer Busse befördern wesentlich mehr Gäste

Den grössten Zuwachs verzeichnet die Auto AG allerdings im öffentlichen Verkehr: 318'000 Fahrgäste habe man im Vergleich zum Vorjahr zusätzlich befördert. Ein Plus von fast 5 Prozent. Dazu massgebend beigetragen hätten die Emmer Busbetriebe.

Ebenfalls neu bei der Auto AG ist die Organisation. «Die bisherige geografische Struktur wird abgeschafft», sagte Theiler. Die Immobilien wurden in einer neuen Firma zusammengefasst. In der Auto AG Truck werden alle acht Nutzfahrzeug-Gesellschaften vereint. Darin enthalten ist auch die im Frühling 2017 übernommene Nater AG.

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