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AUSTRITT: Paukenschlag beim Kreuzlinger Fotounternehmen Ifolor: CEO Filip Schwarz geht

CEO Filip Schwarz verlässt das Familienunternehmen Ifolor. Auf eigenen Wunsch, wie es in einer Mitteilung heisst. Sein Vater und Verwaltungsratspräsident Philipp Schwarz sowie sein Bruder Hannes Schwarz übernehmen die Leitung interimistisch.
Urs Brüschweiler
Sieht seine Zukunft verstärkt im digitalen Bereich: Filip Schwarz ist nicht mehr CEO von Ifolor. (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Sieht seine Zukunft verstärkt im digitalen Bereich: Filip Schwarz ist nicht mehr CEO von Ifolor. (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

«Er hat den Wunsch geäussert, sich zu verändern.» Ifolor-Verwaltungsratspräsident Philipp Schwarz bedauert den Entscheid seines Sohnes Filip, das Familienunternehmen zu verlassen. «Aber ich wäre der Letzte, der ihm da im Wege stehen würde.» 2015 hatte Filip P. Schwarz als CEO die Firmenleitung übernommen. Insgesamt war der heute 35-Jährige neun Jahre in der Ifolor tätig. In dieser Zeit habe er die Marke Ifolor verjüngt und die Digitalisierung im gesamten Unternehmen massgeblich vorangetrieben, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens, die mit folgendem Satz beginnt: «Filip P. Schwarz verlässt das Familienunternehmen auf eigenen Wunsch, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden.»

«Ein Digitalist mit Leib und Seele»

Dass die Ursache für den – zumindest für die Öffentlichkeit – unerwarteten Abgang Unstimmigkeiten seien, verneint der Verwaltungsratspräsident klar. «Diese Vermutung ist völlig falsch. Da gibt es keine Story», sagt Philipp Schwarz gegenüber unserer Zeitung. Sein Sohn habe eine hohe Affinität zur digitalen Welt und fühle sich künftig in einem solchen Umfeld wohler.

Filip P. Schwarz lässt sich in der Mitteilung wie folgt zitieren: «Ich war und bin immer noch grosser Fan der haptischen Fotoerinnerungen unseres Familienunternehmens. Gleichzeitig habe ich in dieser Zeit gemerkt, dass ich mit Leib und Seele Digitalist bin, und sehe mich in Zukunft in einem Start-up.» Der junge CEO hatte durch seine Innovationen und seinen selbstbewussten Führungsstil der Ifolor in den vergangenen Jahren immer wieder positive Schlagzeilen beschert. Aufmerksamkeit generierte etwa der Deal mit dem amerikanischen Tech-Giganten Apple.

Und erst gerade im Januar wurde bekannt, dass Ifolor den Motivationspreis der Thurgauer Wirtschaft 2018 verliehen erhält. Die treibende Kraft sei Filip P. Schwarz, der sich nicht scheue unkonventionelle Wege zu beschreiten, fand die Jury. In der Mitteilung der Industrie- und Handelskammer Thurgau wurde als neuestes Beispiel dafür das Drucken von 3D-Figuren erwähnt.
Um die Ifolor müsse man sich keine Sorgen machen, sagt Philipp Schwarz. Die Strategie des Unternehmens liege in den Händen des Verwaltungsrates, insofern ändere sich daran nichts.

«Er hat die Ifolor entscheidend mitgeprägt»

«Ich danke Filip sehr herzlich für seinen wertvollen Beitrag zur Modernisierung unseres Familienunternehmens und wünsche ihm bei seiner zukünftigen Aufgabe viel Glück und alles Gute». Gleichzeitig freut sich Philipp Schwarz, dass sein Sohn Hannes, der in den letzten Jahren ebenfalls verschiedene Funktionen im Unternehmen innehatte und heute CFO ist, ihn bei der interimistischen Leitung des Unternehmens unterstützen werde. «Ich helfe ihm, in seine neue Aufgabe als CEO hineinzuwachsen», sagt der VR-Präsident.

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