AUFLAGEN: Syngenta-Übernahme nimmt weitere Hürde

Nach den USA hat auch die EU-Kommission den Kauf Syngentas durch Chem China genehmigt.

Drucken
Teilen

Am Dienstag hat die US-Wett­bewerbsbehörde ihr Plazet für die 43 Mrd. $ teure Übernahme des Basler Agrochemiekonzerns Syngenta durch Chem China gegeben. Gestern gab die EU-Kommission grünes Licht, allerdings ebenfalls unter Auflagen. So muss die Chem-China-Tochter Adama, über die der chinesische Staatskonzern auf dem europäischen Markt aktiv ist, wesentliche Teile seiner Pflanzenschutzsparte in Europa verkaufen, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Ferner wird Adama annähernd 30 Pflanzenschutzgenerika, die noch in der Entwicklungsphase sind, veräussern. Auch Syngenta wird einige Produkte an Konkurrenten verkaufen.

«Für die Bauern und letztlich auch die Konsumenten in Europa ist es wichtig, dass der wirksame Wettbewerb auf den Märkten für Pflanzenschutzmittel auch nach der Übernahme Syngentas durch Chem China gewahrt wird», sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Syngenta ist Weltmarktführer bei Pflanzenschutzmitteln und stellt gen­modifiziertes Saatgut her. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat der Fusion unter der Auflage zugestimmt, dass Syngenta drei Pestizide aufgibt.

Umweltschützer kritisieren die Konzentration in der Agrochemiebranche. Sie sprechen von weniger Transparenz und von Profit nur für die Aktionäre. Neben Syngenta und Chem China arbeiten auch DuPont und Dow sowie Bayer und Monsanto an ihren Zusammenschlüssen. Syngenta und Chem China benötigen für ihre Fusion nun noch das Plazet der Behörden in China, Indien und Mexiko. (sda/red)