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Auf der Spur der Pillen

Ostschweizer Studierende sind für ein Projekt in chinesischen Spitälern für den WTT Young Leader Award nominiert.
Eine Mitarbeiterin im Kantonsspital St. Gallen erklärt den Studierenden, wie Medikamente verteilt werden. Das Team war auch in China. Bild: PD

Eine Mitarbeiterin im Kantonsspital St. Gallen erklärt den Studierenden, wie Medikamente verteilt werden. Das Team war auch in China. Bild: PD

«In China werden jährlich 800 neue Spitäler gebaut», weiss Stefan Hasenfratz. Er leitet den Bereich «Gesundheitswesen Asien» von Swisslog, ein Anbieter von intelligenten Logistik- und Automatisierungslösungen. «China wird bis 2030 gleich hohe Gesundheitsausgaben tätigen wie die USA – eine Verdreifachung, ein enormes Wachstum.»

Hasenfratz beauftragte ein Studierendenteam der Fachhochschule St.Gallen (FHS) und der Shanghai University mit einer Analyse der Medikamentenverteilung in chinesischen Spitälern – mit Fokus auf Effizienz und ­Patientensicherheit: Wo gibt es Risiken? Welche Lösungen – wie etwa Rohrpostsysteme, Roboter oder Software – braucht es? «Bald wird der Fachkräftemangel auch in China Thema, weshalb Leute zunehmend von einfa-chen Tätigkeiten entlastet werden», weiss FHS-Coach Andreas Löhrer.

Auf Umwegen zum Ergebnis

Swisslog punktet in China nicht nur mit «Swissness», sondern auch mit dem chinesischen Mutterkonzern Midea – ein Riese mit 100000 Mitarbeitenden und fast 50 Milliarden Franken Umsatz. «Obwohl auch wir mit chinesischen Studierenden zusammenarbeiteten, drohte das Projekt früh, an interkulturellen Hürden zu scheitern», erzählt FHS-Student Ferdinand Gross (Niederteufen). Während seines Chinaaufenthalts kapitulierte sein Team mit Joël Geisser (St. Gallen), Tobias Goldener (Niederteufen) und drei lokalen Studierenden beinahe, weil es nicht an Entscheidungsträger gelangte, die substanzielle Auskünfte gaben: «Wer in China direkt nach Prozessrisiken fragt, sieht keine offene Türen.»

Fragen anders gestellt

Die Projektmethodik musste neujustiert werden: «Wir analysierten zuerst die Medikamentenprozesse im Kantonsspital St. Gallen», sagt Gross. Verschreibung, Vorbereitung, Transport, Anwendung und so weiter – das seien universelle Abläufe. Später versuchten es die chinesischen Kollegen erneut in Shanghai, mit positiv gedrehten Fragen: Was funktioniert gut? Oder konkreter: Werden Medikamente beispielsweise von Hand oder computerisiert angeschrieben? Stefan Hasenfratz ist erfreut: «Anhand der Analysen schlugen uns die Studierenden erfolgsversprechende Lösungsansätze für neue Produkte vor, um Effizienz und Sicherheit zu steigern.»

Das verfolge er weiter. Eine Jury hat das schweizerisch-chinesische Praxisprojekt nun für den WTT Young Leader Award nominiert. (red)

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